Online Wettanbieter in Österreich 2026: Was die Bewilligung kostet, wer sie hat und was die Marge verschweigt
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Wer in Österreich online wetten will, trifft zuerst auf eine Eigenheit der Rechtslage: Die Republik kennt keine bundesweite Wettlizenz und keine zentrale Liste zugelassener Anbieter. Was es gibt, sind neun Landesgesetze, neun Bewilligungsbehörden und ein dichtes Geflecht aus Wettgebühr, Limits und Spielerschutz, das jeder Anbieter ein bisschen anders umsetzt. Genau aus dieser Lücke zwischen Markt und Aufsicht entsteht der Bedarf nach einem unabhängigen Vergleich.

Dieser Vergleich wurde am 6. November 2026 erstellt und gegen die aktuelle Rechtslage sowie die Einträge der Anbieter selbst abgeglichen.
Rechtslage: Warum es keine österreichische Wettlizenz gibt
In Österreich ist die klassische Sportwette kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes (GSpG). Der Verwaltungsgerichtshof hat das in seinem Erkenntnis vom 2. Juli 2015 (Ro 2015/16/0019) ausdrücklich festgehalten. Wer eine Wette auf ein Sportereignis abschließt, spielt aus Sicht des Bundes kein Glücksspiel, sondern eine Geschicklichkeitswette. Daraus folgt eine Konsequenz, die viele überrascht: Es gibt keine Bundesbehörde, die Sportwettenanbieter konzessioniert, kein bundesweites Sperrregister und keine nationale Einzahllimitregelung für diesen Bereich. Die Bewilligung ist Ländersache.

Jedes der neun Bundesländer hat ein eigenes Wettgesetz, eine eigene Behörde und teils deutlich abweichende Regeln. Niederösterreich regelt das Wettwesen im NÖ Wettgesetz vom 27. Mai 2020 (LGBl. Nr. 58/2020), die zuständige Behörde ist das Amt der NÖ Landesregierung. Wien hat ein eigenes Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), zuständig ist der Magistrat der Stadt Wien. Oberösterreich, Tirol, Salzburg, die Steiermark, Kärnten, Vorarlberg und das Burgenland haben jeweils eigene Landesgesetze. Wer in Österreich eine Sportwette online anbieten will, braucht die Bewilligung jenes Bundeslandes, von dem aus er den Betrieb führt.
Für die Beurteilung eines Anbieters heißt das: Es gibt kein zentrales Register, in dem man nachsehen könnte, ob ein Bookmaker „in Österreich zugelassen“ ist. Wer die Bewilligung führt, sagt der Anbieter im Impressum. Wer in Österreich spielt, ist gut beraten, dieses Impressum zu lesen — und zwar genau das des Bundeslandes, in dem er wettet.
Was live gewettet werden darf
Die Landgesetze ziehen den Live-Wetten enge Grenzen, und jede Auslegung ist anders. Wien erlaubt Live-Wetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich auf einen numerischen Zwischen- oder Endbetrag oder auf „Wer fragt“. Niederösterreich lässt Live-Wetten unter Bedingungen zu, die in der aktuellen Fassung des Gesetzes nicht eindeutig beschrieben sind. Daraus folgt: Was in Tirol live erlaubt ist, kann in Wien verboten sein. Wer auf Live-Märkte Wert legt, muss beim Anbieter nachsehen, welche Märkte das Wettbuch in seinem Bundesland überhaupt anbietet.

Einsatzlimits: 500 € in manchen Ländern, anderswo höher
Auch hier hat jedes Land eigene Regeln. Oberösterreich und Niederösterreich begrenzen den Einsatz pro Wette auf 500 €, Wien an Terminals ohne Schalter auf 50 €. Für Online-Anbieter mit Sitz im Ausland fehlt eine vergleichbare gesetzliche Obergrenze; das ist einer der Gründe, warum die Limits bei internationalen Bookies oft höher ausfallen. Wer höhere Limits sucht, findet sie bei Marken ohne österreichische Bewilligung leichter; wer ein gesetzliches Limit sucht, ist bei einem Anbieter mit Landesausweis besser aufgehoben.
Wer zahlt die Wettgebühr, wer zieht sie ab
Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich einer Gebühr von 5 % auf den Wetteinsatz. Das ist die Wettgebühr nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung von BGBl. I Nr. 7/2025. Bis 31. März 2025 waren es 2 %. Die Gebühr ist keine Steuer des Spielers, sondern eine Pflicht des Anbieters. Wer sie wie weiterreicht — über die Quote, vom Bruttogewinn, gar nicht — entscheidet der Anbieter selbst. Die Anbieter in diesem Vergleich handhaben das unterschiedlich. Ein Beispiel: tipp3 zieht bei verlorenen Wetten die Gebühr selbst, bei gewonnenen Wetten werden 5 % vom Gewinn abgezogen. Bei einem Einsatz von 10 € und einer Quote von 2,00 ergibt das einen Bruttogewinn von 20 €, einen Gebührenabzug von 1 € und einen Auszahlungsbetrag von 19 €.
Verantwortungsvoll wetten: Was jeder Anbieter selbst regelt
Das Glücksspielgesetz gilt 2025 und 2026 in mehreren Anläufen, das Glücksspielreformgesetz 2026 ist noch ein Entwurf. Beide schaffen Sperrregister und Limitregister für GSpG-Glücksspiel — Sportwetten fallen nicht darunter. Es gibt also weder ein bundesweites Sperrregister für Sportwettenkonten noch ein bundesweites Limit. Wer sich schützen will, ist auf die Werkzeuge jedes einzelnen Anbieters angewiesen. Was die Anbieter im Vergleich selbst anbieten, ist sehr unterschiedlich und steht in den jeweiligen Abschnitten.
Die wichtigsten Bausteine des Spielerschutzes sind: ein wöchentliches oder monatliches Einzahlungslimit, ein Einsatzlimit pro Wette, ein Verlustlimit pro Woche, eine Spielpause (typischerweise 1, 3 oder 6 Monate, nicht aufhebbar) und eine Selbstsperre (typischerweise 1 bis 3 Jahre, nicht aufhebbar). Die Selbstsperre gilt immer nur beim Anbieter, bei dem sie gesetzt wird; sie greift nicht bei anderen Bookies. Wer die Sperre aufheben will, wartet die Frist ab. Eine Auszahlung des Restguthabens erfolgt je nach Anbieter entweder sofort oder am Ende der Frist.
Hilfe bei problematischem Spielverhalten bietet die Anlaufstelle Spielsponsor Spielberatung. Wer merkt, dass er Limits überschreitet, sollte eine Spielpause setzen oder eine Selbstsperre beantragen, bevor ein größerer Schaden entsteht.
Die besten Online-Wettanbieter in Österreich 2026: Das Ranking
Das Ranking folgt drei Kriterien: erstens die Bewilligungslage (Anbieter mit österreichischer Landesausweisung werden zuerst gelistet, Anbieter ohne werden mit deutlicher Markierung geführt), zweitens die Quoten- und Margenstruktur (soweit vom Anbieter veröffentlicht oder aus Angebotsbeispielen ableitbar), drittens die Bedienung und das Angebot. Die Reihenfolge innerhalb der Gruppen ergibt sich aus dem Gesamteindruck.
Die folgende Einordnung gibt den Bewilligungsstatus für jeden Anbieter wieder. Wo kein österreichischer Landesausweis vorliegt, ist die ausländische Lizenz angegeben, soweit der Anbieter sie selbst nennt.
| Anbieter | Österreichische Bewilligung | Lizenz / Bewilligung laut Anbieter |
|---|---|---|
| tipp3 | Bewilligung | Bewilligung der NÖ Landesregierung, NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Bescheid 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020 |
| win2day (Sportwetten) | Bewilligung | Bewilligung der NÖ Landesregierung, NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Bescheid 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020 |
| Vierklee | Bewilligung | Bewilligung der Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0 |
| Admiral | Bewilligung | Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz |
| Starsportwetten | Bewilligung | Behördliche Bewilligung gemäß Play-Store-Eintrag, Bundesland nicht genannt |
| Merkur Bets | Bewilligung | Bundesland und Bescheidnummer vom Anbieter nicht veröffentlicht |
| Bets.io | keine | ohne österreichische Bewilligung |
| Wildsino | keine | ohne österreichische Bewilligung |
| GG.BET | keine | ohne österreichische Bewilligung |
| Tipico | keine | ohne österreichische Bewilligung |
Was die Tabelle nicht zeigt, ist die Reichweite der österreichischen Bewilligung: Ein Anbieter, der nur eine Bewilligung in einem Bundesland führt, darf nicht automatisch in allen neun Ländern werben oder annehmen. Das Wettgesetz gilt jeweils für das eigene Hoheitsgebiet; die Anbieter beantragen die Bewilligung dort, wo ihr Sitz oder ihr Server liegt.
Marge und Quote: Was die Odds über den Anbieter verraten
Eine Quote ist kein Geschenk des Anbieters, sondern ein Spiegelbild seiner Marge. Wer bei einem Zwei-Wege-Markt auf beide Seiten die Quote 1,90 bekommt, wettet gegen einen Anbieter, der 5 % einbehält. Die Rechnung dahinter: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ); Marge = 100 % minus Auszahlungsquote. Für ein illustratives Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten bei 1,90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 94,7 % und eine Marge von rund 5,3 %. Das ist ein typischer Wert für Hauptmärkte großer europäischer Buchmacher; bei Spezialmärkten und exotischen Ligen liegen die Margen oft im Bereich von 7 bis 10 %, bei Live-Wetten und asiatischen Handicaps teils darunter.
Die Marge eines Marktes hat keine Aussagekraft über die Marge eines anderen Marktes. Eine Hauptmärktemarge von 5 % bedeutet nicht, dass auch Torwetten oder Handicap-Wetten zu 5 % angeboten werden. Wer die Margen mehrerer Anbieter vergleicht, sollte immer denselben Markt, dasselbe Ereignis und idealerweise denselben Zeitpunkt vergleichen — die Marge schwankt mit der Liquidität und mit dem Buchungsverlauf. In der Praxis heißt das: Wer die Quoten vergleicht, vergleicht am besten zur gleichen Stunde für dasselbe Spiel.
Was die Online-Wettanbieter in Österreich 2026 voneinander unterscheidet
Die sechs Anbieter mit österreichischer Bewilligung sind im Detail sehr verschieden aufgestellt. Vier davon (Admiral, tipp3, win2day und Merkur Bets) haben zusätzlich ein dichtes Netz an Annahmestellen, Trafiken oder Wettterminals; zwei (Vierklee und Starsportwetten) sind stärker online- und terminalorientiert. Die vier Anbieter ohne österreichische Bewilligung bringen typischerweise mehr Märkte, höhere Limits und ein breiteres Live-Angebot mit, dafür ohne österreichische Aufsicht.
tipp3
tipp3 wird von der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. betrieben, Sitz in Wien, gegründet im April 2000, der erste Wettschein datiert vom 24. August 2001. Das Unternehmen ist über rund 3.600 Trafiken und Annahmestellen österreichweit erreichbar, daneben über die Trafik-App und online. Die Bewilligung ist die der NÖ Landesregierung vom 10. Dezember 2020 (IVW1-Wett-47/001-2020), Rechtsgrundlage das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020). Die Aufsicht über die Annahmestellen führen die jeweiligen Landesregierungen, in Wien der Magistrat.
tipp3 ist 18+, das wird systemtechnisch vorgegeben. Einzelwetten sind erst ab einer Quote von 1,06 zulässig, niedrigere Quoten können in Kombi- oder Systemwetten gespielt werden. Kombiwetten fassen 3 bis 10 Tipps. Bei der 5-%-Wettgebühr trägt der Anbieter den Abzug bei verlorenen Wetten selbst, bei gewonnenen Wetten werden 5 % vom Gewinn abgezogen; Gewinne aus Cash-Outs, „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind ausgenommen. Beim Spielerschutz gibt es eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten (Guthaben bleibt im Konto) und eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren (Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen); beide sind nach dem Start nicht aufhebbar. Einzahlungs-, Einsatz- und Verlustlimits sind im Kundenprofil unter „Limits“ einstellbar: wöchentliches Einzahllimit bis 1.950 €, tägliches Einsatzlimit bis 10.000 €, wöchentliches Verlustlimit bis 5.000 €. Limit-Erhöhungen wirken erst nach 72 Stunden, Herabsetzungen sofort.
Wofür sich tipp3 eignet: Wer in Österreich wettet und einen Anbieter mit Landesausweis und einem dichten Annahmestellennetz sucht, der Limits und Spielpausen technisch durchsetzt, findet hier eine geräuschlose Wahl.
Was den Ausschlag gibt: Die Einzelwetten-Mindestquote von 1,06 ist ein Schutzmechanismus gegen Low-Stake-Akku-Spiel. Wer Systemwetten zwingend mit Mini-Quoten bauen will, kann das nur über Kombi- oder Systemwetten — ein bewusster Zuschnitt auf eine breite Spielerschaft.
win2day
win2day ist das Pendant der Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH. Die Lotterie- und Casinoangebote laufen unter der Bundes-GSpG-Konzession; die Sportwetten sind davon getrennt und folgen dem NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Bewilligung ebenfalls NÖ Landesregierung vom 10. Dezember 2020 (IVW1-Wett-47/001-2020). Das ist im Wettangebot auf der Seite ausdrücklich vermerkt — Sportwetten auf win2day unterliegen daher nicht dem Glücksspielgesetz und nicht der Aufsicht von BMF oder Finanzamt Österreich.
Beim Einzahlungslimit gilt: bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat; auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit. Wer höhere Einzahlungen will, muss einen Antrag stellen — das ist kein Selbstbedienungslink, sondern ein bewusster Vorgang.
Wofür sich win2day eignet: Wer Lotterie und Sportwetten aus einer Hand will und mit dem zweistufigen Limitsystem (strenger für Junge, höheres Limit für Volljährige) zurechtkommt, findet hier einen Anbieter, der mit der NÖ Bewilligung dieselbe Rechtsbasis wie tipp3 nutzt.
Was den Ausschlag gibt: Die Trennung zwischen Lotterie und Sportwetten ist sauber geregelt — wer auf win2day wettet, weiß, dass hier die NÖ-Bewilligung und nicht die Bundes-GSpG-Konzession gilt. Das ist eine Klarheit, die viele andere Anbieter vermissen lassen.
Vierklee
Vierklee wird von der Vierklee Wettbüro GmbH betrieben und führt die Bewilligung der Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0. Rechtsgrundlage ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Der Online-Auftritt nennt einen Bonus für Neukunden von bis zu 100 €; konkrete Bonusbedingungen veröffentlicht die Info-Seite nicht.
Wofür sich Vierklee eignet: Wer Wert auf einen Anbieter mit westösterreichischem Landesausweis legt und ein Tiroler Wettbüro mit Online-Kanal sucht.
Was den Ausschlag gibt: Die Tiroler Bewilligung ist eine der wenigen, die im Impressum mit Aktenzahl genannt ist — das erleichtert die Nachprüfbarkeit. Was fehlt, sind ausgeschriebene Bonusbedingungen.
Admiral
Die ADMIRAL Sportwetten GmbH hat ihren Sitz in Gumpoldskirchen und gehört zur Novomatic-Gruppe. Das Unternehmen wurde von Walter Grubmüller gegründet und war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert. Bewilligung: OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz.
Wofür sich Admiral eignet: Wer einen großen, stationär verwurzelten Anbieter mit Novomatic-Hintergrund sucht und auf eine breite Wettterminal-Landschaft Wert legt.
Was den Ausschlag gibt: Die Börsennotiz von 2001 bis 2006 ist ein Hinweis auf die Unternehmensgröße, aber kein laufender Qualitätsausweis. Die Bewilligung in Oberösterreich steht; wer in Wien wettet, spielt unter einer anderen Landesregelung.
Starsportwetten
Starsportwetten wird von der Star Sportwetten GmbH betrieben. Die App-Beschreibung im Google Play Store verweist auf einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Eine Aktenzahl oder ein Bundesland nennt der Play-Store-Eintrag nicht.
Wofür sich Starsportwetten eignet: Wer explizit nach einem österreichischen Anbieter mit Online- und Stationärbetrieb sucht und einen dünneren Bewilligungsnachweis akzeptiert.
Was den Ausschlag gibt: Der Verweis auf einen Bewilligungsbescheid ist da, die Aktenzahl fehlt. Wer Wert auf Nachprüfbarkeit legt, fragt beim Anbieter nach der konkreten Bescheidnummer und dem zuständigen Bundesland.
Merkur Bets
Die Sportwetten-Sparte der Merkur Group, vorher Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien (gegründet 1996), tritt seit Juni 2025 unter der Marke Merkur Bets auf. Bewilligung: österreichische Landesausweisung ist vorhanden, Bundesland und Bescheidnummer veröffentlicht der Anbieter nicht.
Wofür sich Merkur Bets eignet: Wer eine österreichische Marke mit langer Tradition (Cashpoint seit 1996) sucht und mit dem Rebranding-Schritt von 2025 zurechtkommt.
Was den Ausschlag gibt: Die Marke ist neu, der Betrieb ist alt. Wer schon vorher Cashpoint-Kunde war, findet denselben Hintergrund unter neuem Namen; wer neu einsteigt, muss dem Anbieter die fehlende Bewilligungs-Aktenzahl nachsehen.
Bets.io
Bets.io wickelt Sportwetten über die Plattform Softswiss Sportsbook ab, mit Quoten von Betradar und Oddin.gg. Keine österreichische Bewilligung. Die rechtliche Stellung von ausländisch veranstalteten Sportwetten ist in Österreich nicht abschließend geklärt — sie hängt am Landesgesetz und ist politisch und gerichtlich umstritten. Wer bei Bets.io spielt, hat keinen österreichischen Ansprechpartner bei Streit, kein österreichisches Sperrregister, das ihn schützt, und keinen österreichischen Bewilligungsnachweis, an dem er die Aufsicht festmachen kann.
Wofür sich Bets.io eignet: Wer auf eine breite Wettauswahl und ein Softswiss-typisches Produkterlebnis Wert legt und die fehlende österreichische Aufsicht akzeptiert.
Was den Ausschlag gibt: Die Plattform ist nicht von einer österreichischen Behörde geprüft. Wer sich für Bets.io entscheidet, tut das bewusst und mit dem Wissen, dass weder das Wettgebührenaufkommen noch das Spielerschutzregime österreichisch sind.
Wildsino
Wildsino bietet Sport-Aktionen wie einen wöchentlichen Reload-Bonus (50 % bis 500 €), einen Cashback-Bonus (10 % bis 500 €), Accumulator Boost, Early Payout und „Bore Draw“ (Rückerstattung bei 0:0). Lizenz: keine österreichische Bewilligung, vom Anbieter nicht eindeutig benannt. Die ausländische Lizenz ist die Voraussetzung, kein österreichisches Gütezeichen.
Wofür sich Wildsino eignet: Wer ein actionreiches Sportwettenangebot mit wöchentlichen Boni sucht und die fehlende österreichische Bewilligung in Kauf nimmt.
Was den Ausschlag gibt: Die Aktionen sind vielfältig und zielen auf aktive Wettkunden ab. Wer viele kleine Wetten platziert und die Bonusstruktur nutzt, findet hier ein Angebot, das österreichische Anbieter in dieser Breite nicht bieten — wohl wissend, dass die Aufsicht fehlt.
GG.BET
GG.BET ist auf eSports-Wetten spezialisiert und führt eine Curaçao-Lizenz (OGL/2024/688/0234). Keine österreichische Bewilligung. Die rechtliche Lage folgt demselben Muster wie bei den anderen ausländischen Anbietern dieses Vergleichs.
Wofür sich GG.BET eignet: Wer auf eSports setzt und einen Anbieter mit lizenzierter, aber nicht österreichischer Aufsicht sucht.
Was den Ausschlag gibt: Die eSports-Ausrichtung ist in diesem Markt selten und für österreichische Anbieter untypisch. Wer Wetten auf CS, Dota oder League of Legends abschließen will, hat bei österreichischen Bookies ein dünneres Angebot.
Tipico
Tipico wurde 2004 gegründet und hat seinen Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan (Malta). Keine österreichische Bewilligung.
Wofür sich Tipico eignet: Wer einen großen europäischen Anbieter mit deutscher Konzession und MGA-Lizenz sucht und ohne österreichische Bewilligung wettet.
Was den Ausschlag gibt: Tipico ist einer der bekanntesten europäischen Marken, in Österreich aber nicht durch eine Landesausweisung abgedeckt. Wer auf Tipico wettet, nutzt einen Anbieter, der in Deutschland konzessioniert ist, in Malta lizenziert, in Österreich aber keine Bewilligung führt.
Häufig gestellte Fragen zu Online-Wettanbietern in Österreich
Worauf kommt es bei der Wahl eines Online-Wettanbieters in Österreich an?
Die Bewilligungslage ist das erste Kriterium: Anbieter mit Landesausweisung fallen unter österreichisches Wettgesetz, Anbieter ohne fallen unter die jeweiligen Landesauslegungen zu ausländisch veranstalteten Wetten. Daneben zählen Quoten und Marge, Limits und Spielerschutzfunktionen sowie die angebotenen Zahlungswege.
Wer erteilt die Bewilligung, und warum gibt es keine bundesweite Liste?
Die Bewilligung erteilt die Landesregierung des Bundeslandes, in dem der Anbieter sitzt oder seine Server betreibt — in Niederösterreich das Amt der NÖ Landesregierung, in Wien der Magistrat, in Tirol das Amt der Tiroler Landesregierung. Eine bundesweite Liste gibt es nicht, weil das Wettwesen Ländersache ist und die Republik keine Bundeskompetenz für die klassische Sportwette hat.
Wie unterscheiden sich Anbieter mit österreichischer Bewilligung von Anbietern mit Lizenz aus Malta oder Curaçao?
Anbieter mit österreichischer Bewilligung fallen unter das jeweilige Landeswettgesetz mit seinen Limits, Live-Wetten-Regeln und Spielerschutzbestimmungen. Anbieter mit Lizenz aus Malta oder Curaçao haben keine österreichische Aufsicht, keine österreichische Selbstsperre, die sie erreicht, und keine österreichische Beschwerdestelle bei Streit. Beide Gruppen sind im Markt, beide sind umstritten oder unumstritten — je nach Lesart.
Wer trägt die Wettgebühr von 5 % bei Online-Wetten, und wie kann sie weitergegeben werden?
Die Wettgebühr ist eine Pflicht des Anbieters, nicht des Spielers. Der Anbieter entscheidet, ob er sie über die Quote, vom Gewinn oder aus eigener Tasche trägt. Bei tipp3 wird sie bei verlorenen Wetten vom Anbieter getragen, bei gewonnenen Wetten vom Gewinn abgezogen. Andere Anbieter handhaben es anders, und kein Anbieter ist verpflichtet, die Gebühr offenzulegen, solange der Bruttoeinsatz stimmt.
Wie lässt sich die Marge eines Anbieters aus den Quoten ablesen?
Die Marge ist die Differenz zwischen 100 % und der Auszahlungsquote. Die Auszahlungsquote errechnet sich als Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Beispiel: Bei einem Zwei-Wege-Markt mit 1,90/1,90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 94,7 % und eine Marge von rund 5,3 %. Die Marge eines Marktes sagt nichts über die Marge anderer Märkte.
Gibt es in Österreich ein bundesweites Einzahlungslimit, und wie wirken die Limits des Anbieters?
Es gibt kein bundesweites Einzahlungslimit für Sportwetten. Limits sind Vertragsbedingungen jedes Anbieters, nicht Bundes- oder Landesrecht. win2day zieht 250 € pro Woche bis 26 und 1.680 € pro Monat ab 26 als Standard; tipp3 lässt Einzahlungen bis 1.950 € pro Woche, Einsätze bis 10.000 € pro Tag und Verluste bis 5.000 € pro Woche zu. Wer mehr oder weniger braucht, ändert das im Kundenkonto oder beantragt es schriftlich.
Vergleich – Beste Sportwetten-Boni
Inhalt erstellt vom Team «Beste Sportwetten-Boni»
