Eishockey-Wetten in Österreich 2026: Welcher Anbieter passt zu welcher Wette?
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Stand: 6. November 2026 · geprüft gegen die Eigenangaben zur jeweiligen Land-Bewilligung

Eishockey-Wetten folgen in Österreich keinem Bundesgesetz und keiner nationalen Aufsicht. Wer dort wetten will, muss mit einer Land-Bewilligung nach dem Wettgesetz des jeweiligen Bundeslandes rechnen, mit einer Wettgebühr von 5 Prozent, die der Anbieter schuldet, und mit einem Buchmachermarkt, der sehr viel NHL, sehr viel schwedische und finnische Ligen, dazu DEL, ICE Hockey League und internationale Turniere anbietet, aber zwei Wege nebeneinander kennt: inländische Wettunternehmer mit einer Bewilligung in einem Bundesland und ausländisch konzessionierte Marken ohne österreichische Bewilligung. Beide Wege werden hier vorgestellt, mit ihren Stärken, ihren Limits und den Rechnungen, die sie offen oder versteckt mitbringen.
Rechtslage für Eishockey-Wetten in Österreich
Eishockey-Wetten fallen in Österreich nicht unter das Glücksspielgesetz des Bundes. Der Verwaltungsgerichtshof hat 2015 festgestellt, dass die klassische Sportwette ein Geschicklichkeitsspiel im Sinne der Bundesabgabenordnung ist und daher nicht dem GSpG unterliegt. Konsequenz: keine Bundeslizenz, keine nationale Behörde, kein zentrales Wettanbieterverzeichnis und kein bundesweiter Ausschluss. Jedes der neun Bundesländer regelt die Materie in einem eigenen Wettgesetz, und jede Landesregierung bewilligt Wettunternehmer nach den Regeln ihres Landes.

Vier Beispiele, die das Nebeneinander verdeutlichen. Niederösterreich hat 2020 das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020) erlassen; tipp3 nennt eine Bewilligung der NÖ Landesregierung mit Bescheid vom 10.12.2020, Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020. Wien regelt Wettterminals und Online-Sportwetten im Wiener Wettengesetz, Oberösterreich im Oö. Wettgesetz, Tirol im Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Vierklee beruft sich auf eine Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0). ADMIRAL Sportwetten nennt eine Bewilligung der OÖ Landesregierung. Die Bewilligung gilt für das Bundesland, in dem der Anbieter den Wettbetrieb entfaltet; für Online-Wetten ist nach der Rechtsprechung des VwGH (9.4.2026) der Ort maßgeblich, von dem aus der Anbieter die Daten bereitstellt.
Das hat zwei praktische Folgen. Erstens kann ein Anbieter in einem Bundesland bewilligt sein, im Nachbarland aber keine Bewilligung haben, ohne dass das automatisch ein Verstoß wäre. Zweitens ist die Frage, ob ein ausländisch konzessionierter Anbieter Sportwetten an österreichische Kunden vermitteln darf, nicht abschließend geklärt. Malta-Lizenz, Curaçao-Lizenz, Anjouan-Lizenz: keine davon ist eine österreichische Bewilligung, und keine österreichische Behörde veröffentlicht eine Positivliste. Was feststeht: Wer bei einem Anbieter ohne Land-Bewilligung wettet, hat keine österreichische Aufsichtsstelle, an die er sich bei Streit über Wettausgang, Limits oder Auszahlung wenden kann; ein österreichisches Selbstsperrsystem, das ihn einschließt, gibt es ebenfalls nicht.
Die Wettgebühr selbst spielt auf einem anderen Blatt. § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG, geändert durch BGBl. I Nr. 7/2025, sieht seit dem 1.4.2025 eine Wettgebühr von 5 Prozent auf den Wetteinsatz vor. Die Gebühr schuldet, wer die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt. tipp3 gibt an, die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 Prozent des Gewinns abzuziehen. Ob ein anderer Anbieter sie im Quoteniveau versteckt, am Auszahlungsbetrag abzieht oder selbst trägt, ist eine Frage der Geschäftspolitik. Die Wettgebühr bewirkt keine Bewilligung und keine österreichische Aufsicht; sie gilt auch für Wetten, die aus Österreich bei einem ausländischen Anbieter platziert werden, und der Bundesfinanzgerichtshof (12.5.2026, RV/7100519/2026) hat eine Beschwerde eines Anbieters dagegen zurückgewiesen.
Spielerschutz, Limits und Sperren
Spielerschutz bei Eishockey-Wetten ist je Anbieter und je Bundesland organisiert. Eine bundesweite Sperrdatei für Sportwetten gibt es nicht; das Glücksspielreformgesetz 2026 sieht ein Sperrregister und ein Limitregister für GSpG-Glücksspiele vor, nicht für Sportwetten. Was übrig bleibt, sind Eigenmaßnahmen der Anbieter und die Regeln der jeweiligen Land-Bewilligung.

Beim Alter ist die Linie eindeutig. Wien, Oberösterreich und die Anbieter selbst nennen 18 Jahre als Mindestalter. Wer jünger ist, hat keinen Zugang. Wer volljährig ist, kann sich bei tipp3 für 1, 3 oder 6 Monate pausieren lassen, das Guthaben bleibt im Konto; wer sich selbst sperren lässt, wählt 1, 2 oder 3 Jahre, das Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto ausgezahlt, eine Aufhebung ist nach dem Start nicht möglich. win2hat im Sportwetten-Bereich ein wöchentliches Einzahlungslimit von 250 € bis zum Alter von 26 Jahren (Freitag bis Donnerstag) und ein monatliches Limit von 1.680 € ab 26, auf Antrag individuell erhöhbar; Gewinne zählen nicht zum Limit. Ein gesetzliches Einzahlungslimit für Sportwetten existiert nicht, Oppositionsanträge in der Steiermark und in Niederösterreich (2025) verlangen eines, nichts ist bisher umgesetzt.
Was die Bundesländer zusätzlich regeln, ist eng und konkret. In Oberösterreich und Niederösterreich gilt ein Einsatzlimit von 500 € pro Wette, in Wien 50 € pro Wette an terminal ohne Counter. Ein Verlust- oder Einzahlungslimit ist davon nicht erfasst. Bei den Selbstsperren ist Wien am strengsten und lässt eine Aufhebung frühestens nach zwei Jahren zu. Wer in einem anderen Land wettet, muss mit den Regeln dieses Landes rechnen und kann sich nicht darauf verlassen, dass eine andere Selbstsperre greift.
Strafen für Anbieter ohne Land-Bewilligung sind in den Land-Wettgesetzen vorgesehen: in Wien bis 22.000 €, in Oberösterreich bis 20.000 €. Strafen für Spieler, die bei einem nicht bewilligten Anbieter wetten, sind im Sportwetten-Bereich nicht ausgewiesen. Anders als bei casino- und pokerrechtlichen Entscheidungen gibt es keine belastbare Rechtsprechung, die Spielern die Rückforderung von Sportwett-Verlusten bei ausländischen Anbietern erlaubt. Wer bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung wettet, sollte sich bewusst sein, dass er kein österreichisches Beschwerdewesen in Anspruch nehmen kann und dass die Spielsuchtberatung (Spielsuchthilfe bzw. die Angebote der Landesstellen) der einzige österreichische Anker ist, falls das Spielverhalten kippt. playsponsible.at ist die zentrale Anlaufstelle für Informationen und Hilfsangebote.
Livewetten und Cash-Out beim Eishockey
Eishockey ist ein Drittel-Spiel, und genau das macht Livewetten interessant. Zwischen dem ersten und zweiten Drittel ändert sich die Spieldynamik, eine 2:1-Führung nach 20 Minuten bedeutet im Eishockey weniger als in vielen anderen Sportarten, und eine Powerplay-Situation bewegt die Quote. Buchmacher reagieren auf Tore, Unterbrechungen und Strafen mit angepassten Quoten, und der Wettende kann auf Halbzeitresultate, Drittelresultate, Over/Under-Lines und das nächste Tor wetten.
Was die Livewette kosten kann, sind die Regeln des Bundeslandes. Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis; Oberösterreich nur auf ein numerisches Zwischenergebnis, das Endergebnis oder den nächsten Torschützen. Welche Livewetten in Niederösterreich erlaubt sind, ist im aktuellen Stand nicht abschließend dokumentiert. Wer bei einem österreichischen Anbieter wettet, sieht im Wettschein die Live-Märkte, die das jeweilige Bundesland zulässt; wer bei einem ausländischen Anbieter ohne österreichische Bewilligung wettet, sieht den vollen Live-Markt, den der Anbieter anbietet, ohne Rücksicht auf das Land, in dem der Wettende sitzt. Das kann heißen: volles Live-Programm, aber auch Konflikt mit der österreichischen Land-Rechtslage und keine österreichische Aufsicht, falls der Anbieter spielt.
Cash-Out ist keine österreichische Rechtsfrage, sondern eine Vertragsfunktion. Der Anbieter kauft dem Wettenden die offene Wette zu einem selbstgesetzten Kurs ab, der von Live-Quote, Restzeit und Risiko abhängt. Der Cash-Out-Kurs ist immer unter dem fairen Wert der offenen Wette, weil er die Marge enthält. Wer die Wette offen lässt, behält die Chance auf den vollen Gewinn und das Risiko des Verlusts; wer sie verkauft, sichert einen Teil des Gewinns oder begrenzt den Verlust. Die Frage ist nicht, ob Cash-Out eine Funktion ist, sondern wie groß der Spread zwischen Cash-Out-Kurs und fairem Wert ist. Das lässt sich für einzelne Anbieter nicht verallgemeinern, im Einzelfall steht es im Wettschein.
Beim Eishockey ist Cash-Out vor allem für Spiele relevant, in denen die reguläre Spielzeit noch läuft und die Wette auf das Drittelresultat steht. Wer eine Drittel-Wette vor dem zweiten Drittel absichert, kann das Risiko eines späten Ausgleichs reduzieren; wer nach einem frühen 0:2 das Handtuch werfen will, kann mit Cash-Out noch einen Teil des Einsatzes retten. Cash-Out auf eine Langzeitwette (Playoff-Sieger, Division-Sieger) ist in der Regel nicht möglich oder nur zu deutlich schlechteren Kursen.
Prognosen, Statistik und Wert
Eine Eishockey-Prognose ist nie ein Tipp im eigentlichen Sinn. Sie ist eine Schätzung der Wahrscheinlichkeit, mit der ein Ereignis eintritt, und sie gewinnt erst dann, wenn sie zu einer Quote führt, die über der geschätzten Wahrscheinlichkeit liegt. Das nennt der Markt eine „Wertwette“, im Englischen „value bet“. Wer mit 50 % Wahrscheinlichkeit auf einen Sieg tippt und die Quote 2,10 bekommt, hat einen Wert von 5 Prozent auf seinen Einsatz; wer mit 30 % Wahrscheinlichkeit tippt und nur die Quote 2,50 bekommt, hat keinen Wert, weil die implizierte Wahrscheinlichkeit der Quote bei 40 Prozent liegt.
Drei Datenpunkte bestimmen die Prognose im Eishockey. Die Tordifferenz pro Spiel (Goals For/Against) beschreibt die Stärke einer Mannschaft in Abschnitten, die Saves-Quote und die Gegentorquote des Torwarts filtern Glück und Pech heraus, und die Heimquote (Heimsieg-Quote) zeigt, wie stark der Heimvorteil im jeweiligen Stadion ist. Eine NHL-Mannschaft hat eine andere Heimquote als eine DEL-Mannschaft, eine schwedische SHL-Mannschaft hat eine andere Heimquote als ein Team aus der finnischen Liiga. Wer alle drei Größen gemeinsam auswertet, landet bei einer Wahrscheinlichkeit, die zumindest die Grundrichtung kennt.
Was nicht funktioniert, ist die Tipp-Suche nach Mustern, die kein Zufall sind. „Heimteam nach drei Siegen in Folge gewinnt das nächste Spiel“ ist eine Beobachtung, aber keine Gesetzmäßigkeit; sieben Spiele in Folge zu Hause gewonnen ist in der NHL keine Seltenheit, dann kommt die Niederlage trotzdem. Auch die Tabellenführung nach Punkten pro Spiel ist ein Signal, das sich schnell auflöst, wenn ein Auswärtsspiel vor der Tür steht. Wer auf Eishockey tippt, sollte drei Größen kennen, die Wahrscheinlichkeit selbst schätzen und nur dann wetten, wenn die Quote darüber liegt. Der Markt bestraft jede Wette, die ohne diese Prüfung zustande kommt, mit der Marge.
Was die Buchmacher dafür bieten, ist das Spielprogramm und die Statistikseite. NHL-Statistikseiten führen Torschüsse, Saves-Quoten, Powerplay-Statistiken und Heim-/Auswärtsbilanzen; DEL-Statistikseiten das gleiche, auf kleinerer Datenbasis. Wer sich vor dem Tipp fünf Minuten mit Saves-Quote, Heimquote und Tordifferenz der letzten zehn Spiele beschäftigt, hat in der Regel bessere Eingangsgrößen als jemand, der auf die Tabelle schaut.
Wettmärkte und Quoten beim Eishockey
Die Bandbreite an Eishockey-Märkten ist breit, aber nicht überraschend. Drei-Wege-Wette auf Heimsieg, Auswärtssieg oder Verlängerung beziehungsweise Penaltyschießen ist der Standardmarkt; die meisten Buchmacher bieten ihn ohnehin als 1X2 mit drei Ausgängen an. Wer nur auf die reguläre Spielzeit tippen will, achtet auf die Bezeichnung „inklusive Verlängerung und Penaltyschießen“ und wählt das Pendant, das nur die reguläre Spielzeit zählt. Das Pendant hat eine niedrigere Quote auf den Favoriten, weil das Unentschieden in der regulären Spielzeit wahrscheinlicher ist als ein Sieg in der regulären Spielzeit; wer es nimmt, akzeptiert die schlechtere Quote gegen das niedrigere Risiko.
Over/Under auf die Gesamtzahl der Tore ist der zweite Markt. Die Linie liegt bei internationalen Topspielen meist bei 5,5, in Ligen mit niedrigerem Toraufkommen bei 5,0 oder 4,5; wer „Over 5,5“ tippt, gewinnt ab 6 Toren, wer „Under 5,5“ tippt, gewinnt bis 5 Toren. Eine Variante ist die Wette auf Tore je Drittel, eine andere auf Tore des ersten Torschützen, eine weitere auf „Both Teams to Score“. Jeder Markt hat eine eigene Marge, und die Margen unterscheiden sich von Buchmacher zu Buchmacher. Eine Over/Under-Linie bei 5,5 Toren zu Quoten 1,90/1,90 hat einen Auszahlungsschlüssel von 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,952, also eine Marge von 4,8 Prozent. Eine Drei-Wege-Wette zu Quoten 1,60/4,00/4,50 hat einen Auszahlungsschlüssel von 1 ÷ (1/1,60 + 1/4,00 + 1/4,50) = 0,917, also eine Marge von 8,3 Prozent. Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter im Schnitt pro Euro Einsatz einstreicht.
Handicap-Wetten gleichen die Leistungsunterschiede aus. Eine Wette auf den Außenseiten mit Handicap +1,5 gewinnt, wenn die Mannschaft mit nicht mehr als einem Tor Unterschied verliert oder gewinnt; eine Wette auf den Favoriten mit Handicap −1,5 verlangt einen Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied. Im Eishockey ist das wegen der niedrigen Tordifferenzen pro Spiel ein attraktiver Markt für Spiele mit klaren Favoriten. Was jedes Handicap in der Quote verschlechtert, ist die zusätzliche Marge, die der Buchmacher auf die Linie setzt.
Spezialmärkte sind das nächste Feld. Powerplay-Tore, Unterzahl-Tore, Schüsse aufs Tor, Saves-Quoten und Drittel-Ergebnisse gehören zum Standardangebot der meisten Anbieter. Spezialmärkte haben in der Regel höhere Margen als die Standardmärkte, weil das Wettvolumen kleiner und die Buchmachermarge dementsprechend größer ist. Wer auf einem Spezialmarkt wettet, sollte die Quote gegen die Wahrscheinlichkeit prüfen, weil die Marge hier höher zuschlägt.
Langzeitwetten sind Wetten auf Saisonsieger, Divisionssieger, Conference-Sieger, Playoff-Sieger und Topscorer. Sie bleiben über Monate offen und werden live angepasst, wenn sich die Tabellenlage ändert. Eine Wette auf den Playoff-Sieger vor der Saison hat eine schlechtere Quote als eine Wette kurz vor den Playoffs, weil das Risiko für den Anbieter länger ist. Wer auf eine Langzeitwette setzt, sollte die aktuelle Form und den Rest-Spielplan kennen; eine Quote von 15,0 auf einen Division-Sieger ist nur dann ein Wert, wenn die Mannschaft tatsächlich diese Siegchance hat.
Eine Sonderform sind die Playoff-Märkte. In den Playoffs der DEL wird die Verlängerung mit voller Spieleranzahl gespielt und endet sofort beim ersten Tor; in der Hauptrunde wird seit 2016/17 mit 3 gegen 3 verlängert, danach fällt die Entscheidung im Shootout. Wer auf Playoff-Spiele wettet, sollte das Regelwerk kennen, weil die Wette auf das Endergebnis anders aussieht als die Wette auf die reguläre Spielzeit: in den Playoffs gibt es kein Unentschieden nach 60 Minuten.
Ligen, Turniere und Spielplan
Eishockey ist international stärker zersplittert als Fußball. In Europa spielen vier große Ligen um Aufmerksamkeit: die NHL als globale Referenzliga, die schwedische SHL, die finnische Liiga und die tschechische Extraliga; in Mitteleuropa kommen die DEL und die ICE Hockey League (mit österreichischen Klubsportunion) hinzu. Die DEL wurde 1994 gegründet und war bei ihrer Gründung die erste deutsche Profiliga im Eishockey; sie spielt seit der Saison 2026/27 mit 14 Mannschaften, jede bestreitet 52 Hauptrundenspiele. Rekordmeister sind die Eisbären Berlin mit zwölf Titeln, deutscher Meister 2026 mit einem 4:1-Finalsieg gegen die Adler Mannheim.
Internationale Turniere sind die zweite Säule. Die A-Weltmeisterschaft der IIHF wird seit 1998 mit 16 Nationen ausgetragen, gespielt in zwei Achtergruppen, die ersten vier jeder Gruppe erreichen das Viertelfinale, die Letzten steigen ab. Die IIHF hatte 2025 84 Mitgliedsverbände. Kanada ist Rekordweltmeister mit inzwischen 28 Titeln, Deutschland stand 2023 im Finale und unterlag 2:5. Die WM ist auch deswegen ein Eishockey-Höhepunkt, weil dort NHL-Spieler auflaufen, die im Kluballtag der europäischen Ligen fehlen.
Olympische Spiele und der World Cup of Hockey sind die dritte Säule. Beide sind nicht in jedem Jahr auf dem Spielplan; die nächsten olympischen Eishockey-Turniere werden in Mailand 2026 (Männer und Frauen) und 2030 stattfinden, der World Cup in nicht festgelegtem Rhythmus. Wer bei internationalen Turnieren wettet, sollte die Kader-Zusammensetzung im Auge behalten, weil NHL-Spieler bei Olympia teilnehmen, bei der WM aber in manchen Jahren fehlen, und weil die europäischen Klubs bei Olympia pausieren.
Das Wettangebot folgt dem Spielplan. NHL-Spiele sind in Europa nachts verfügbar und werden auf den großen Buchmacher-Plattformen voll abgebildet; DEL-Spiele am Freitag und Sonntag sind Standard; SHL, Liiga und Extraliga finden sich bei spezialisierten Anbietern; ICE-Hockey-League-Spiele sind österreichisches Kernprogramm. Wer auf einen Markt wettet, der nur einmal pro Woche stattfindet (KHL, Champions Hockey League), sollte das Wettprogramm vorher prüfen, weil das Angebot nicht bei allen Anbietern identisch ist.
Anbieter im Vergleich: Wer bietet was
Zehn Anbieter werden hier in einer Reihenfolge vorgestellt, die zwei Dinge berücksichtigt: die Bewilligungslage und das Programm. Anbieter mit einer österreichischen Land-Bewilligung stehen vor Anbietern ohne österreichische Bewilligung, weil nur eine Land-Bewilligung die österreichische Aufsicht und die österreichische Beschwerdestelle öffnet; die Reihenfolge innerhalb der beiden Gruppen folgt dem Umfang des Eishockey-Angebots, das im Programm erkennbar ist. Wer welchen Markt abdeckt, ist eine Sache; wer die österreichische Bewilligung hat, ist eine andere.
| Anbieter | Bewilligung in Österreich | Betreiber / Lizenz |
|---|---|---|
| tipp3 | NÖ Landesregierung, Bescheid 10.12.2020 | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. |
| win2day | NÖ Landesregierung, Bescheid 10.12.2020 | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH |
| Starsportwetten | Land-Bewilligung, Land nicht veröffentlicht | Star Sportwetten GmbH |
| Merkur Bets | Land-Bewilligung, Land nicht veröffentlicht | Merkur Group (vormals Cashpoint) |
| Admiral | OÖ Landesregierung | ADMIRAL Sportwetten GmbH |
| Vierklee | Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0 | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Tipwin | ohne österreichische Bewilligung | Tipwin Limited, Malta (MGA) |
| DAZN Bet | ohne österreichische Bewilligung | DZBT Limited, Lizenz nicht festgestellt |
| Slotuna | ohne österreichische Bewilligung | Anjouan-Lizenz (ALSI-152406028-FI2) |
| Lunubet | ohne österreichische Bewilligung | Curaçao-Lizenz |
tipp3
tipp3 nennt im Impressum eine Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), erteilt mit Bescheid vom 10.12.2020, Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020. Betreiber ist die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. in Wien. tipp3 ist im Sportwetten-Bereich Teil der Casinos-Austria-Gruppe, und die Selbstsperren (1, 3 oder 6 Monate Pause, 1, 2 oder 3 Jahre Sperre) sind Teil des Spielerschutz-Pakets, das die NÖ Bewilligung mitbringt.
Die Wettgebühr trägt tipp3 nach eigener Angabe bei verlorenen Wetten selbst und zieht bei gewonnenen Wetten 5 Prozent des Gewinns ab. Der Anbieter ist die einzige der hier vorgestellten Marken, die ihre Wettgebühr-Politik offen ausweist; bei den meisten Mitbewerbern ist sie entweder in der Quote versteckt oder nicht transparent dokumentiert. Wer mit einem Einsatz von 100 € und einer Quote von 2,10 auf einen Sieger tippt, bekommt im Gewinnfall 210 € ausbezahlt; 5 Prozent von 110 € Gewinn sind 5,50 €, der Auszahlungsbetrag liegt real bei 204,50 €.
Das Eishockey-Programm deckt die wichtigsten europäischen Ligen und NHL ab, dazu internationale Turniere zur WM- und Olympia-Saison. Wer Livewetten auf Eishockey will, sollte das Wettprogramm prüfen, weil die in Niederösterreich erlaubten Live-Märkte beschränkter sind als das, was andere Anbieter anbieten. Für österreichische Spieler ist tipp3 diejenige Marke, bei der Bewilligung, Selbstsperre und Wettgebühr-Politik am transparentesten dokumentiert sind.
Wertung: Wer in Österreich mit Land-Bewilligung wettet und die Spielregeln vollständig offengelegt sehen will, landet bei tipp3. Wer bei einem Stundensatz von 5 Prozent Wettgebühr rechnet und die Selbstsperre-Möglichkeit von bis zu drei Jahren sucht, hat hier den ruhigsten Anker.
win2day
win2day ist das Sportwetten-Angebot der Österreichischen Lotterien und unterliegt nach Hinweis der Seite einer Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung. Die Sportwetten sind nicht GSpG-pflichtig; die Lotterie und die Casino-Spiele von win2day laufen unter der Bundes-GSpG-Konzession. Das Nebeneinander ist juristisch sauber, weil es zwei verschiedene Bewilligungsregime sind, und es ist praktisch relevant, weil die Limits und die Spielregeln für Casino und Sportwetten unterschiedlich sind.
Beim Sportwetten-Limit gilt: bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat, Gewinne zählen nicht zum Limit. Auf Antrag ist das Limit individuell erhöhbar, wofür eine Einkommens- oder Vermögensbestätigung verlangt wird. Das ist das strengste Einzahlungslimit, das im österreichischen Markt öffentlich dokumentiert ist, weil es gesetzlich verlangt wird; die meisten anderen Anbieter mit Land-Bewilligung setzen das Limit selbst und niedriger.
Das Eishockey-Programm ist Teil des Standard-Sportangebots, das Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1 umfasst. Livewetten sind im Programm verfügbar; Einzelwetten, Kombiwetten und Langzeitwetten sind die Standard-Wettformen. Die Wettgebühr wird, wie bei tipp3, in der Auszahlung berücksichtigt, weil auch win2day der 5-Prozent-Regel unterliegt.
Wertung: Wer ein gesetzlich verlangtes Einzahlungslimit und ein geregeltes Sportwetten-Angebot sucht und mit dem österreichischen Lotterien-Anbieter keine Berührungsprobleme hat, ist bei win2day richtig. Wer auf sehr tiefe Eishockey-Spezialmärkte setzt, sollte prüfen, ob das Wettprogramm diese abdeckt.
Starsportwetten
Starsportwetten wird von der Star Sportwetten GmbH betrieben und nennt eine österreichische Land-Bewilligung, ohne das Bundesland und den Bescheid zu veröffentlichen. Das Sportangebot umfasst laut App-Beschreibung Fußball, Eishockey, Basketball, Tennis, Handball, American Football, Baseball, Volleyball, Rugby und Darts, mit über 200 Fußballligen aus mehr als 80 Ländern und bis zu 10.000 Live-Spielen pro Monat.
Die breite Sportauswahl macht Starsportwetten für Spieler interessant, die neben Eishockey auch andere Sportarten bespielen. Das Eishockey-Programm deckt die wichtigsten europäischen Ligen ab, dazu NHL und WM-Turniere. Livewetten sind Teil des Standardangebots, die Limits folgen den Regeln des jeweiligen Bundeslandes.
Wer sich für Starsportwetten entscheidet, sollte die konkrete Bewilligungslage im Impressum prüfen, weil der Anbieter sie nicht offen ausweist. Eine Bewilligung ohne genanntes Bundesland und ohne Aktenzahl ist im Zweifel weniger transparent als die tipp3- und win2day-Bewilligungen. Für die meisten Wetten auf Eishockey-Topspiele ist das ausreichend, weil das Programm sie anbietet.
Wertung: Wer eine breite Sportauswahl mit Eishockey im Hauptprogramm sucht und die österreichische Land-Bewilligung als Rahmen akzeptiert, findet bei Starsportwetten ein vollwertiges Angebot. Wer auf eine offen ausgewiesene Bewilligung mit Aktenzahl Wert legt, ist bei tipp3 oder win2day besser aufgehoben.
Merkur Bets
Merkur Bets ist die österreichische Sportwetten-Marke der Merkur Group und trat im Juni 2025 unter dem neuen Namen auf; zuvor hieß die Marke Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien, gegründet 1996. Die Marke hat eine österreichische Land-Bewilligung, ohne dass das Bundesland und der Bescheid im aktuellen Stand programmatisch ausgewiesen werden.
Das Eishockey-Programm ist Teil des Standard-Angebots, das die Merkur Group über die Wettannahmestellen und die Online-Plattform anbietet. Die Stärke der Merkur Group liegt im stationären Vertrieb, weil das Unternehmen über ein Netz von Annahmestellen in Österreich verfügt; die Online-Plattform ist die digitale Erweiterung dieses Vertriebs. Wer vor der Online-Wette einen Blick auf die Quoten im Schalter-Angebot werfen will, hat mit Merkur Bets einen Anbieter mit beiden Welten.
Wertung: Wer den klassischen österreichischen Wettanbieter mit Annahmestellen und Online-Plattform sucht, landet bei Merkur Bets. Wer nur online wettet und keine Berührung mit dem Schalter-Angebot braucht, hat mit tipp3 oder win2day in der Regel eine transparenter dokumentierte Bewilligung.
Admiral
ADMIRAL Sportwetten gehört zur Novomatic-Gruppe und wurde von Walter Grubmüller gegründet; das Unternehmen war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert. Der Anbieter sitzt in Gumpoldskirchen und nennt eine Bewilligung der Oberösterreichischen Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz.
Oberösterreich hat im Oö. Wettgesetz einen Einsatzhöchstbetrag von 500 € pro Wette festgelegt. Wer bei Admiral online auf ein Eishockey-Spiel wettet, kann pro Wette bis zu 500 € setzen; bei Livewetten gelten die zusätzlichen Live-Regeln des Oö. Wettgesetzes, also nur auf ein numerisches Zwischenergebnis, das Endergebnis oder den nächsten Torschützen. Cash-Out ist bei Admiral verfügbar und gehört zum Standard-Repertoire.
Das Eishockey-Programm deckt die wichtigen europäischen Ligen und NHL ab. Admiral ist eine der großen österreichischen Marken mit langer Tradition und gehört zum Standardrepertoire, das österreichische Spieler kennen. Die Online-Plattform trägt den Markennamen, ist über die Webseite erreichbar und bietet das vollständige Programm.
Wertung: Wer in Oberösterreich wohnt und mit dem 500-€-Einsatzlimit zurechtkommt, hat mit Admiral einen österreichischen Traditionsanbieter mit klar dokumentierter Bewilligung. Wer höhere Einsätze pro Wette sucht, sollte das Limit im Auge behalten.
Vierklee
Vierklee ist eine Tiroler Wettbüro-Marke und nennt im Impressum eine Bewilligung der Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0, sowie das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz als anwendbare Rechtsvorschrift. Vierklee ist eine regional verankerte Marke mit Sitz in Tirol, die sich auf das Tiroler Wettgesetz stützt.
Die Eishockey-Wetten sind Teil des Standard-Programms; der Schwerpunkt liegt bei europäischen Top-Ligen und NHL. Die Tiroler Bewilligung ist eine der wenigen, die im Impressum mit Aktenzahl ausgewiesen wird, was die Bewilligungslage des Anbieters für österreichische Spieler dokumentiert.
Wer in Tirol wettet oder eine Tiroler Marke bevorzugt, hat mit Vierklee einen Anbieter mit ausgewiesener Bewilligung. Für Spieler in anderen Bundesländern ist die Tiroler Bewilligung juristisch tragend, weil die Wette auf den Ort der Datenbereitstellung abstellt; im aktuellen Stand ist nicht abschließend dokumentiert, wie die Tiroler Behörde die Online-Vermittlung in andere Bundesländer behandelt.
Wertung: Wer auf eine ausgewiesene Tiroler Bewilligung mit Aktenzahl Wert legt, findet bei Vierklee den transparentesten Befund. Wer eine breitere Programm-Abdeckung sucht, sollte das Wettprogramm prüfen.
Tipwin
Tipwin wird in Österreich von der Tipwin Limited mit Sitz in Malta betrieben; die App „Tipwin Österreich“ ist im österreichischen App Store gelistet. Der Anbieter hat keine österreichische Land-Bewilligung und ist im Inland nach der maltesischen MGA-Lizenz konzessioniert. Die Malta-Lizenz ist keine österreichische Bewilligung; die Rechtslage für ausländisch konzessionierte Sportwetten in Österreich hängt vom Land-Wettgesetz ab und ist nicht abschließend geklärt.
Das Eishockey-Programm ist Teil eines internationalen Wettanbieter-Standardportfolios. Die Malta-Lizenz bringt keine österreichische Selbstsperre mit; wer bei Tipwin wettet, kann sich nicht an ein österreichisches Sperrregister wenden, weil es für Sportwetten keines gibt. Eine Tipwin-eigene Selbstsperre kann der Anbieter anbieten, sie ist dann eine Vertragsfunktion und keine österreichische Behördenmaßnahme.
Wertung: Wer eine internationale Malta-Lizenz akzeptiert und auf das Eishockey-Programm zugreifen will, findet bei Tipwin ein internationales Standardangebot. Wer auf österreichische Selbstsperren, Beschwerdestellen und Wettgebühr-Transparenz Wert legt, sollte einen Anbieter mit österreichischer Land-Bewilligung wählen.
DAZN Bet
DAZN Bet wird vom Entwickler DZBT Limited betrieben; die App „DAZN Bet Sportwetten“ ist im österreichischen App Store gelistet, kostenlos und nur für iPhone verfügbar, mit Altersfreigabe ab 18 Jahren. Eine österreichische Land-Bewilligung liegt nicht vor; die Lizenz ist im aktuellen Stand nicht festgestellt.
Das Sportangebot umfasst laut App-Beschreibung Fußball, Basketball, Tennis, Formel 1, American Football, Darts und Baseball. Eishockey ist nicht in der App-Beschreibung aufgeführt; wer DAZN Bet für Eishockey-Wetten in Betracht zieht, sollte das Programm vor der Anmeldung prüfen.
Wertung: Wer mit DAZN als Sport-Streaming-Marke vertraut ist und Sportwetten aus einer Hand haben will, findet bei DAZN Bet eine entsprechende Anbindung. Für Eishockey-Wetten im engeren Sinn ist DAZN Bet im aktuellen Stand kein passendes Angebot.
Slotuna
Slotuna ist ein internationaler Online-Anbieter mit Anjouan-Lizenz (ALSI-152406028-FI2) und ohne österreichische Land-Bewilligung. Beim Sport-Erstbonus gelten die Bedingungen für Kombiwetten mit Mindestquote 1,5 je Auswahl, 30 Tage Umsatz-Frist ab der ersten Einzahlung und maximal 50 € Einsatz pro Wette, die zum Umsatz zählen. Einzahlungen per Skrill oder Neteller sind nicht bonusberechtigt.
Die Mindestquote 25 und das 50-€-Einsatz-Limit pro Wette sind Standardgrößen, die ein kalkuliertes Bonus-Programm von einem aggressiven unterscheiden. Das ist im Markt die untere Grenze für ein seriöses Bonus-Programm; viel niedriger wird es bei keinem Anbieter mehr. Wer den Bonus aktivieren will, sollte diese Bedingungen lesen, weil sie den effektiven Wert des Bonus bestimmen.
Wertung: Wer einen Anbieter mit dokumentierten Bonus-Bedingungen sucht und mit der Anjouan-Lizenz leben kann, findet bei Slotuna ein klar dokumentiertes Bonus-Programm. Wer auf österreichische Land-Bewilligung Wert legt, ist hier falsch.
Lunubet
Lunubet ist ein internationaler Online-Anbieter mit Curaçao-Lizenz und ohne österreichische Land-Bewilligung. Das Sportwetten-Programm umfasst zusätzliche Aktionen wie einen Weekly Reload Bonus (50 % bis 750 €), Cashback Bonus (10 % bis 500 €), Accumulator Boost, Early Payout und Football- sowie Tennis-Stakeback bis 50 %.
Die Aktionen sind breit gestreut und reichen von Reload bis Stakeback; wer das ganze Paket nutzen will, sollte die Bedingungen jeder Aktion einzeln prüfen. Der Accumulator Boost ist eine Aufwertung von Kombiwetten-Gewinnen, die Early-Payout-Aktion wertet eine Wette vorzeitig als gewonnen, wenn die Mannschaft einen bestimmten Vorsprung erreicht. Welche Bedingungen für Eishockey-Wetten konkret gelten, ist im Wettprogramm zu prüfen.
Wertung: Wer viele Bonus-Aktionen aus einer Hand will und mit der Curaçao-Lizenz leben kann, findet bei Lunubet ein umfangreiches Aktions-Paket. Wer auf österreichische Land-Bewilligung Wert legt, ist hier falsch.
Quoten, Marge und das, was eine Quote wirklich enthält
Eine Quote ist nicht der faire Preis eines Ausgangs. Sie ist der Preis, zu dem der Anbieter die Wette annimmt, und der Anbieter baut in jede Quote seine Marge ein. Die Marge ist der Anteil des Einsatzes, den der Anbieter im Durchschnitt einstreicht; sie liegt im Eishockey je nach Markt und Anbieter zwischen etwa 4 und 10 Prozent.
Wie sich die Marge berechnet, zeigt ein einfacher Zwei-Wege-Markt. Eine Wette auf Über 5,5 Tore zu Quote 1,90 und auf Unter 5,5 Tore zu Quote 1,90 hat einen Auszahlungsschlüssel von 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,952. Das heißt: 95,2 Cent von jedem Euro Einsatz werden im Gewinnfall als Gewinn ausbezahlt, 4,8 Cent bleiben als Marge beim Anbieter. Ein fairer Markt ohne Marge hätte Quoten 2,00/2,00 und einen Auszahlungsschlüssel von 1,0; in der Realität ist das nie der Fall, weil der Anbieter sonst nichts verdient.
Bei einem Drei-Wege-Markt sieht die Rechnung komplexer aus. Eine Wette auf Heimsieg zu 1,60, auf Auswärtssieg zu 4,00 und auf Verlängerung zu 4,50 hat einen Auszahlungsschlüssel von 1 ÷ (1/1,60 + 1/4,00 + 1/4,50) = 0,917. Das sind 91,7 Cent Auszahlung pro 1 € Einsatz, 8,3 Cent Marge. Bei engen Favoriten-Wetten ist die Marge typischerweise höher, weil der Auszahlungsschlüssel sich auf drei Ausgänge verteilt; bei Außenseiter-Wetten mit klarer Tendenz ist sie oft niedriger, weil das Wettvolumen sich auf den Favoriten konzentriert.
Was das für den Spieler bedeutet: jede Wette kostet im Durchschnitt die Marge des Marktes. Wer 1.000 € Einsatz in einer Saison auf 100 Wetten mit 5 Prozent Marge verteilt, hat rechnerisch 50 € „bezahlt“, unabhängig davon, ob er insgesamt gewinnt oder verliert. Wer auf Dauer Gewinn machen will, muss die Marge durch bessere Prognosen überkompensieren. Das geht nur, wenn der Spieler einen Teil der Märkte besser einschätzt als der Buchmacher, und das ist die Definition der Wertwette.
Was sich aus der Marge für die Anbieterwahl ableiten lässt: Anbieter mit niedrigerer Marge sind im Durchschnitt günstiger für den Spieler, aber nicht zwingend besser in jedem Markt. Wer ein Eishockey-Spiel auf Über/Unter wetten will, sollte die Quoten für Über 5,5 und Unter 5,5 bei zwei oder drei Anbietern vergleichen und den mit dem niedrigeren Spread wählen. Bei kleinen Margen-Unterschieden (weniger als 0,5 Prozent) lohnt der Vergleichsaufwand nicht; bei großen (mehr als 2 Prozent) ist der Anbieter mit der niedrigeren Marge substanziell günstiger.
Wie eine Eishockey-Wette entsteht
Eine Eishockey-Wette beginnt mit der Wahl des Marktes. Wer auf den Favoriten tippt, wählt Heimsieg oder Auswärtssieg im 1X2-Markt; wer auf Tore tippt, wählt Over/Under auf eine Linie; wer Differenz tippt, wählt Handicap. Jeder Markt hat eine eigene Quote, eine eigene Marge und eigene Bedingungen für die Auswertung.
Wer die Quote annimmt, gibt den Einsatz ein. Bei tipp3 und win2day ist der Einsatz durch das Land-Wettgesetz (500 € Oberösterreich und Niederösterreich, 50 € an Terminal ohne Counter in Wien) und durch die Eigenlimits der Anbieter begrenzt; bei ausländischen Anbietern gilt das Eigenlimit, das im Wettschein steht. Bei Livewetten gilt das Limit des jeweiligen Bundeslandes zusätzlich zu den Live-Regeln.
Wer die Wette platziert, bekommt den Wettschein mit Quote, Einsatz und möglichem Gewinn ausgewiesen. Bei Livewetten kann die Quote bis zur Bestätigung springen; die Annahme erfolgt zur Quote, die im Wettschein steht, nicht zur Quote zum Zeitpunkt des Klicks. Das ist ein Grund, warum Livewetten-Cash-Out nicht immer fair ist: der Anbieter rechnet den Cash-Out-Kurs auf Basis der aktuellen Quote minus Marge, und die Marge kann im Live-Markt größer sein als vor dem Spiel.
Nach dem Spiel wertet der Anbieter die Wette aus. Bei Drei-Wege-Wetten zählt das Ergebnis nach regulärer Spielzeit plus Verlängerung plus Penaltyschießen; bei Wetten auf die reguläre Spielzeit zählt nur das Ergebnis nach 60 Minuten. Bei Playoff-Spielen mit Shootout wird das Unentschieden in der regulären Spielzeit als eigener Ausgang gewertet, weil es nach der Verlängerung kein Unentschieden mehr gibt. Wer die Auswertung nicht versteht, sollte im Wettreglement des Anbieters nachlesen, welche Bedingungen für welche Märkte gelten.
Eigenständige Prüfung: Was eine Wette wirklich kostet
Eine Wette kostet im Durchschnitt die Marge des Marktes. Wer eine Quote von 2,10 auf einen Ausgang mit 50 Prozentem Gewinnchance nimmt, hat einen Erwartungswert von 0,5 × 2,10 − 1 = +0,05, also fünf Prozent Wert. Wer eine Quote von 1,80 auf denselben Ausgang nimmt, hat einen Erwartungswert von 0,5 × 1,80 − 1 = −0,10, also zehn Prozent negativen Wert. Die Wettgebühr von 5 Prozent auf den Einsatz schmälert den Erwartungswert zusätzlich, je nachdem, ob sie im Gewinnfall abgezogen wird oder im Quoteniveau versteckt ist.
Wer selbst prüfen will, was eine Wette kostet, sollte drei Größen kennen: die implizierte Wahrscheinlichkeit der Quote (1/Quote), die geschätzte Wahrscheinlichkeit des Ausgangs und die Marge des Marktes. Eine Quote von 2,10 impliziert 47,6 Prozent Wahrscheinlichkeit; wer den Ausgang auf 50 Prozent schätzt, hat 2,4 Prozent Wert auf seiner Seite. Eine Quote von 1,80 impliziert 55,6 Prozent Wahrscheinlichkeit; wer den Ausgang auf 50 Prozent schätzt, hat 5,6 Prozent negativen Wert.
Bei Kombiwetten multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Auswahlen, aber auch die Margen der einzelnen Märkte. Eine Dreier-Kombi mit drei Quoten von 2,00 hat eine Gesamt-Quote von 8,00, aber eine kombinierte Marge, die über der Marge eines Einzelmarktes liegt. Wer die Wertigkeit einer Kombiwette prüfen will, sollte jede Einzelquote in eine implizierte Wahrscheinlichkeit umrechnen und mit der eigenen Schätzung vergleichen.
Häufige Fragen zu Eishockey-Wetten in Österreich
Gilt die Wette auf ein Eishockey-Spiel in der regulären Spielzeit oder inklusive Verlängerung und Shootout?
Eine Eishockey-Wette gilt für den im Wettschein genannten Zeitraum. Die meisten 1X2-Wetten auf den Heimsieg, Auswärtssieg oder Verlängerung/Penaltyschießen zählen das Ergebnis nach Verlängerung und Penaltyschießen; eine Wette nur auf die reguläre Spielzeit zählt nur die 60 Minuten vor der Verlängerung. Wer auf die reguläre Spielzeit tippt, achtet auf die ausdrückliche Bezeichnung „reguläre Spielzeit“, weil die Quote ohne Verlängerung wegen des höheren Unentschieden-Risikos niedriger ist. In den Playoffs vieler Ligen wird ohne Shootout gespielt; dort endet das Spiel in der Verlängerung mit dem ersten Tor, und ein Penaltyschießen gibt es nicht. Welche Regeln für das jeweilige Spiel gelten, steht im Wettreglement des Anbieters.
Wie ergibt sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote bei einer Über/Unter-Wette auf Tore?
Eine Über/Unter-Wette ist eine Zwei-Wege-Wette. Wer 100 € auf Über 5,5 Tore zu Quote 1,90 setzt und das Spiel endet mit 6 oder mehr Toren, bekommt 100 € × 1,90 = 190 € ausbezahlt, also 90 € Gewinn. Wer auf Unter 5,5 Tore setzt und das Spiel endet mit 5 oder weniger Toren, bekommt denselben Betrag. Endet das Spiel mit genau 5 Toren und die Wette war auf Über 5,5, ist die Wette verloren. Bei der Wettgebühr von 5 Prozent, die tipp3 im Gewinnfall abzieht, wären es 5 Prozent von 90 € = 4,50 €, also 185,50 € Auszahlung. Die implizierte Wahrscheinlichkeit der Quote 1,90 ist 52,6 Prozent; eine faire Quote ohne Marge wäre 2,00, der Spread von 5 Prozent ist die Marge des Marktes.
Wer bewilligt Wettanbieter in Österreich, wenn es keine nationale Behörde gibt?
In Österreich gibt es keine nationale Wettanbieter-Bewilligung, weil das Glücksspielgesetz des Bundes für klassische Sportwetten nicht gilt. Bewilligungen erteilen die Landesregierungen der neun Bundesländer nach den jeweiligen Land-Wettgesetzen. tipp3 nennt eine Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung, ADMIRAL eine Bewilligung der Oberösterreichischen Landesregierung, Vierklee eine Bewilligung der Tiroler Landesregierung. Welche Bewilligung ein anderer Anbieter hat, steht im Impressum oder im Wettreglement. Eine österreichische Positivliste der bewilligten Anbieter gibt es nicht, eine zentrale Beschwerdestelle gibt es nicht, jeder Anbieter wird im Rahmen seiner Land-Bewilligung beaufsichtigt.
Welche Einschränkungen für Livewetten gelten je Bundesland, und was leistet Cash-Out?
Die Live-Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland. Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich nur auf ein numerisches Zwischenergebnis, das Endergebnis oder den nächsten Torschützen. In Niederösterreich ist die genaue Regelung im aktuellen Stand nicht abschließend dokumentiert. Cash-Out ist eine Vertragsfunktion des Anbieters und keine Frage des Land-Wettrechts: der Anbieter kauft dem Spieler die offene Wette zu einem Kurs unter dem fairen Wert ab, der die Marge des Anbieters enthält. Wer die offene Wette verkauft, sichert einen Teil des Gewinns oder begrenzt den Verlust; wer sie offen lässt, behält das volle Gewinn-Risiko. Der Cash-Out-Kurs ist im Wettschein ausgewiesen, der Spread zwischen Kurs und fairem Wert ist Anbieter-spezifisch.
Wie entsteht eine Prognose aus Form, Torstatistik und Heimvorteil, und was ist eine Wertwette?
Eine Eishockey-Prognose entsteht aus drei Größen: Tordifferenz pro Spiel, Saves-Quote des Torwarts und Heimquote. Eine Mannschaft mit hoher Tordifferenz hat strukturell mehr Tore als die andere; eine Mannschaft mit hoher Saves-Quote hat einen Torwart, der überdurchschnittlich hält; eine Mannschaft mit hoher Heimquote ist zu Hause stärker als auswärts. Aus diesen Größen ergibt sich eine geschätzte Wahrscheinlichkeit für Heimsieg, Auswärtssieg oder Über/Unter. Eine Wertwette liegt vor, wenn die geschätzte Wahrscheinlichkeit über der implizierten Wahrscheinlichkeit der Quote liegt: implizierte Wahrscheinlichkeit = 1/Quote. Wer eine 50-Prozent-Wahrscheinlichkeit schätzt und die Quote 2,10 bekommt, hat eine Wertwette mit 2,4 Prozent positivem Erwartungswert; wer die Quote 1,80 bekommt, hat eine Wette mit 5,6 Prozent negativem Erwartungswert. Eine Wertwette garantiert keinen Gewinn, sie ist ein statistischer Vorteil über viele Wetten.
Wer trägt die Wettgebühr von 5 Prozent: der Anbieter oder die Wettenden?
Die Wettgebühr von 5 Prozent schuldet der Anbieter nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG. tipp3 gibt an, die Wettgebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 Prozent des Gewinns abzuziehen. Bei anderen Anbietern ist die Behandlung nicht transparent dokumentiert: manche verstecken die Gebühr im Quoteniveau, manche ziehen sie am Auszahlungsbetrag ab, manche tragen sie selbst. Die Wettgebühr gilt auch für Wetten, die aus Österreich bei einem ausländischen Anbieter platziert werden. Wer wissen will, wie sein Anbieter die Wettgebühr behandelt, liest das Wettreglement oder fragt den Kundendienst.
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Inhalt erstellt vom Team «Beste Sportwetten-Boni»
