Gratiswette bei Wettanbietern in Österreich im Überblick
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Stand: 6. November 2026 · Lizenzangaben gegen den jeweils genannten Bescheid bzw. die Selbstangabe des Anbieters geprüft.

Eine Gratiswette klingt nach geschenktem Geld. Sie ist keines. Was der Wettanbieter auf der Aktionsseite feiert, ist eine Wette mit Auflagen: Der Einsatz wird im Gewinnfall meist nicht zurückgezahlt, der Gewinn ist an eine Mindestquote, eine Frist und oft an eine Einsatzregel gebunden. Wer in Österreich eine Freiwette nutzt, sollte daher weniger das Werbeversprechen lesen als die Bedingungen daneben. Genau das leistet diese Seite: zehn Anbieter, ihre Bewilligungslage in Österreich und das, was von einer Freiwette unter realistischen Annahmen übrig bleibt.
Der Markt teilt sich dabei in zwei deutlich erkennbare Lager. Auf der einen Seite stehen Wettanbieter mit einer heimischen Bewilligung nach dem Wettgesetz eines Bundeslandes – etwa tipp3, win2day, Vierklee, Starsportwetten, Admiral und Merkur Bets. Auf der anderen Seite finden sich Marken ohne österreichische Bewilligung, die ihre Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan mitbringen – darunter Bets.io, Tipwin, Wonderluck und N1 Bet. Beide Gruppen sind hier aufgenommen, weil sie einem österreichischen Wettkunden im Alltag tatsächlich begegnen. Die Frage, welche dieser Marken tatsächlich legal erreichbar sind, ist allerdings eine andere als die nach dem Bonuswert.
Die zehn Wettanbieter in der Übersicht
Die folgende Einordnung zeigt zuerst die Bewilligungslage jedes Anbieters in Österreich und – dann, als zweite Spalte, wer hinter der Marke steht bzw. welche Lizenz die Marke selbst nennt. Wer eine Freiwette sucht, sieht hier auf einen Blick, welche Häuser mit einer heimischen Bewilligung arbeiten und welche nur eine ausländische Lizenz mitbringen.

| Anbieter | Bewilligung in Österreich | Lizenz laut Eigenangabe |
|---|---|---|
| tipp3 | NÖ Landesregierung, Bescheid vom 10.12.2020 (IVW1-Wett-47/001-2020) | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. |
| win2day | NÖ Landesregierung, wie tipp3 unter dem NÖ Wettgesetz | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH |
| Vierklee | Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0 | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Starsportwetten | Bewilligung laut Eigenangabe, Land und Bescheidnummer nicht veröffentlicht | Star Sportwetten GmbH |
| Admiral | Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz | ADMIRAL Sportwetten GmbH |
| Merkur Bets | Bewilligung laut Eigenangabe, Land nicht veröffentlicht | Merkur Group (vormals Cashpoint, seit Juni 2025 unter Merkur Bets) |
| Bets.io | Keine österreichische Bewilligung | Anjouan, ALSI-202410047-FI2 |
| Tipwin | Keine österreichische Bewilligung | Malta (MGA) |
| Wonderluck | Keine österreichische Bewilligung | Anjouan |
| N1 Bet | Keine österreichische Bewilligung | Curaçao |
Wer hier nachschlägt, sollte sich merken: Eine ausländische Lizenz ist keine österreichische. Eine Malta-, Curaçao- oder Anjouan-Lizenz beantwortet die Frage, ob der Anbieter in seinem Heimatmarkt reguliert ist, nicht aber, ob er in Österreich eine Bewilligung hat. Die rechtliche Lage ausländisch betriebener Sportwetten ist in Österreich nicht abschließend geklärt und hängt am Wettgesetz des jeweiligen Bundeslandes.
Was eine Gratiswette ist und was sie nicht ist
Eine Gratiswette – der Anbieter schreibt sie auch FreeBet – ist ein Wettguthaben, das der Anbieter dem Kunden für eine bestimmte Aktion zur Verfügung stellt. Es hat drei Eigenheiten, die ein normaler Bonus nicht hat.
Erstens: Der Einsatz zählt nicht. Setzt ein Kunde eine 10-€-FreeBet auf eine Quote von 3,00, bekommt er im Gewinnfall 20 € ausbezahlt, nicht 30 €. Der 10-€-Einsatz ist weg. Das unterscheidet die FreeBet von einer Echtgeld-Wette und ist der Grund, warum viele Werbeaktionen trotz hoher Gratiswetten-Beträge weniger wert sind, als sie auf den ersten Blick scheinen.
Zweitens: FreeBets sind fast immer an Bedingungen gebunden. Dazu gehören eine Mindestquote, eine Frist, in der die FreeBet genutzt werden muss, und oft die Vorgabe, dass nur Einzelwetten zulässig sind. Bei win2day gilt etwa: fünf FreeBets zu je 10 € nach einer Ersteinzahlung von mindestens 1 €, drei Jahre lang nutzbar, nur für Einzelwetten, der Einsatz muss genau der FreeBet-Höhe entsprechen, eine Auszahlung des FreeBet-Wertes selbst ist nicht möglich.
Drittens: FreeBets sind kein echtes Geld. Sie werden nicht ausgezahlt, wenn der Kunde sie nicht nutzt. Was übrig bleibt, ist der Nettogewinn – also der Bruttogewinn abzüglich des FreeBet-Einsatzes. Genau das meint der Hinweis auf der win2day-Seite, der Gewinn ergebe sich aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz abzüglich des FreeBet-Einsatzes.
Wer das verstanden hat, liest jede Werbezeile anders. „50 € Gratiswette“ heißt: maximal 50 × (Quote − 1) abzüglich der Bedingungen, die auf dem Weg dorthin greifen.
Der Wert einer FreeBet auf einem Zwei-Wege-Markt
Wie viel eine FreeBet unter typischen Bedingungen wert ist, lässt sich an einem scharfen Beispiel nachvollziehen. Der Anbieter stellt eine FreeBet über 10 € zur Verfügung, die auf einer Einzelwett mit einer Mindestquote von 1,90 gespielt werden muss. Auf einem Zwei-Wege-Markt – etwa einem Fußballspiel ohne Wettlauf – stehen die Quoten ausgeglichen bei 1,90 zu 1,90. Die Auszahlungsquote dieses Marktes ergibt sich aus 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90), also rund 95 %. Das bedeutet: Von jedem Euro Einsatz auf diesem Markt zahlt der Buchmacher im Schnitt 95 Cent zurück. Der Wert der FreeBet für den Kunden berechnet sich dann als FreeBet-Betrag × (Quote − 1) ÷ Quote × Auszahlungsquote.
Mit den Werten 10 €, 1,90 und 95 % ergibt das: 10 × (1,90 − 1) ÷ 1,90 × 0,95 ≈ 4,50 €. Eine 10-€-FreeBet auf einem fairen Zwei-Wege-Markt ist also im Schnitt rund 4,50 € wert – nicht 10 €. Bei höheren Quoten steigt der Wert, weil der Faktor (Quote − 1) ÷ Quote sich mit der Quote verändert; bei niedrigeren Quoten sinkt er. Wer die FreeBet auf einem Drei-Wege-Markt mit 1,90, 3,50 und 4,00 spielt, erhält eine Auszahlungsquote von etwa 89 % und liegt mit dem FreeBet-Wert niedriger.
Das ist keine Prognose für den Einzelfall, sondern ein statistischer Erwartungswert über viele Wetten. Eine einzelne Wette gewinnt oder verliert – die FreeBet aber ist im Schnitt so viel wert, wie die Rechnung zeigt.
Wie der Gewinn aus Quote und Einsatz entsteht
Eine ganz normale Frage, die in jeder FAQ wieder auftaucht: Wie wird der mögliche Gewinn aus Quote und Einsatz berechnet? Die Antwort ist einfach und gilt für Echtgeld-Wetten ebenso wie für die Erwartung einer FreeBet: Bruttogewinn = Einsatz × Quote, Nettogewinn = Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Auswahlen zu einer Gesamtquote, der Einsatz wird dann mit dieser Gesamtquote multipliziert.
Konkret: 20 € auf Quote 2,50 ergibt 50 € Bruttogewinn und 30 € Nettogewinn. Bei einer Kombiwette mit drei Auswahlen zu 1,80, 2,10 und 1,95 ergibt sich die Gesamtquote 1,80 × 2,10 × 1,95 ≈ 7,37, der Einsatz von 10 € würde im Gewinnfall 73,70 € auszahlen.
Rechtslage in Österreich: Wettgesetz, Bewilligung, Bundesländer
In Österreich ist Sportwetten kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes. Der Verwaltungsgerichtshof hat das im Juli 2015 ausdrücklich festgestellt (VwGH 2.7.2015, Ro 2015/16/0019): Die klassische Sportwette ist ein Geschicklichkeitsspiel und fällt nicht unter das GSpG. Daraus folgt: Es gibt keine Bundeslizenz, keinen nationalen Regulator und keine bundesweite Liste lizenzierter Buchmacher. Wer in Österreich Sportwetten anbietet, braucht eine Bewilligung des jeweiligen Bundeslandes, in dem er die Wettleistung erbringt. Neun Bundesländer, neun Wettgesetze.

Die NÖ Landesregierung etwa erteilt ihre Bewilligung nach dem NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), die Magistratsabteilung in Wien nach dem Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), die OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Die Bewilligungen knüpfen unterschiedliche Bedingungen an den Betrieb: Einsatzlimits, Livewetten-Regelungen, Selbstsperre-Fristen. Was in Wien erlaubt ist, kann in Oberösterreich anders aussehen.
Für den Wettkunden bedeutet das: Wer wissen will, ob ein Anbieter in Österreich legal erreichbar ist, muss im Impressum oder in den Bedingungen des Anbieters nachschauen, welche Bewilligung er nennt. tipp3 etwa nennt den Bescheid der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020 mit der Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020 und stützt sich auf das NÖ Wettgesetz in der Fassung vom 27.05.2020. win2day verweist für seine Sportwetten auf dieselbe Bewilligung. Vierklee nennt die Bewilligung der Tiroler Landesregierung mit der Zahl IIa.10.065/144-0. Starsportwetten gibt einen Bescheid vom 8. März 2022 an, nennt aber weder Bundesland noch Bescheidnummer – ein Detail, das bei der späteren Überprüfung auffällt.
Admiral und Merkur Bets arbeiten ebenfalls mit einer Bewilligung nach einem Landesgesetz. Bei Admiral ist es das Oö. Wettgesetz. Bei Merkur Bets ist die genaue Land-Bewilligung nicht veröffentlicht; bekannt ist, dass das Unternehmen aus dem früheren Cashpoint (gegründet 1996, Sitz in Gerasdorf bei Wien) hervorgegangen ist und seit Juni 2025 unter der Marke Merkur Bets auftritt.
Kein Bonusgesetz
Eine zentrale Erkenntnis aus dem österreichischen Recht: Es gibt keine bundesweite Regelung für Sportwetten-Boni. Weder der Gesetzgeber noch eine Behörde schreibt vor, wie hoch ein Bonus sein darf, welche Mindestquote gelten muss oder welche Fristen einzuhalten sind. Was ein Anbieter anbietet, regelt der Anbieter selbst in seinen Promotionsbedingungen. Das gilt für tipp3 genauso wie für win2day, Bets.io oder Wonderluck. Ein Vergleich der Bonusbedingungen ist also kein Vergleich nach gesetzlichem Maßstab, sondern einer nach Anbieterlaune.
Offshore: Ausländische Lizenzen sind keine österreichischen
Bets.io, Tipwin, Wonderluck und N1 Bet arbeiten mit Lizenzen aus Anjouan, Malta bzw. Curaçao. Keine dieser Lizenzen ist eine österreichische Bewilligung. Ob ein solcher Anbieter aus österreichischer Sicht legal erreichbar ist, hängt vom Wettgesetz des Bundeslandes ab, von dem aus der Wettkunde die Wette platziert. Die NÖ Gesetzesmaterialien und die Auslegung des VwGH (9.4.2026, Ra 2025/02/0037) binden die Bewilligung an den Ort, an dem der Anbieter die Daten bereitstellt. Ein Anbieter mit Servern außerhalb Österreichs fällt nach dieser Lesart nicht unter das NÖ Wettgesetz.
Die Konsequenz für den Wettkunden: Eine ausländische Lizenz beantwortet nicht die Frage, ob der Anbieter in Österreich legal ist. Sie beantwortet nur die Frage, ob er in seinem Heimatmarkt reguliert ist. Wer bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung wettet, hat keine österreichische Anlaufstelle für Beschwerden, keinen Zugang zur österreichischen Selbstsperre und keinen österreichischen Gerichtsstand bei Streitigkeiten.
Wettgebühr: 5 Prozent auf den Einsatz
Seit dem 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Wettgebühr von 5 Prozent (§ 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025). Davor lag der Satz seit Oktober 2005 bei 2 Prozent. Die Gebühr wird vom Anbieter geschuldet, nicht vom Wettkunden – der Anbieter kann sie aber an den Kunden weitergeben, indem er sie in den Quoten einkalkuliert, vom Gewinn abzieht oder selbst trägt. tipp3 etwa gibt an, bei verlorenen Wetten die Gebühr selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 Prozent vom Gewinn abzuziehen. Das Beispiel, das tipp3 nennt: Einsatz 10 €, Quote 2,00, Bruttogewinn 20 €, Gebühr 1 €, Auszahlung 19 €.
Ob die Gebühr in den Quoten steckt, der Gewinn geschmälert wird oder der Anbieter sie schluckt, ist eine unternehmerische Entscheidung. Wettkunden, die Anbieter vergleichen, sollten diesen Posten mitdenken – denn eine Quote, die 5 Prozent niedriger liegt als bei einem Mitbewerber, ist möglicherweise nur ein versteckter Gebührenaufschlag.
Die Gebühr schuldet der Anbieter auch dann, wenn er den Wettkunden in Österreich bedient, aber im Ausland sitzt. Das hat das Bundesfinanzgericht im Mai 2026 bestätigt (BFG 12.5.2026, RV/7100519/2026) – die Beschwerde eines Buchmachers gegen die 5-Prozent-Gebühr wurde abgewiesen. Die Entrichtung der Gebühr ist allerdings kein Beleg für eine österreichische Bewilligung.
Spielerschutz und Selbstausschluss
Bonussysteme sind darauf ausgelegt, mehr Wetten zu erzeugen. Wer eine Freiwette bekommt, soll sie setzen – und wer sie setzt, spielt um den möglichen Gewinn, oft ohne den ursprünglichen Einsatz mitzudenken. Das kann zu höheren Einsätzen führen, als der Wettkunde eigentlich geplant hatte. Genau deshalb ist der Blick auf den Spielerschutz so wichtig wie der Blick auf den Bonus.
Was die Bundesländer vorsehen
Jedes Bundesland regelt den Spielerschutz in seinem Wettgesetz. In Wien ist eine Selbstsperre vorgesehen, die vor Ablauf von zwei Jahren nicht aufgehoben werden kann. In Oberösterreich und Niederösterreich gibt es ebenfalls Regelungen, die aber unterschiedlich ausfallen. Es gibt allerdings keinen bundesweiten Ausschluss, kein nationales Sperrregister und keine zentrale Datenbank, in der ein gesperrter Wettkunde bei allen Anbietern gleichzeitig gesperrt wird. Die Selbstsperre gilt immer pro Anbieter und pro Bundesland.
Was die Anbieter selbst anbieten
tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten an. Das Guthaben bleibt während dieser Zeit auf dem Konto. Daneben gibt es eine Selbstsperre für 1, 2 oder 3 Jahre. In diesem Fall wird das Guthaben auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen. Beide Sperren sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar – wer sich sperrt, bleibt gesperrt.
win2day setzt ein wöchentliches Einzahlungslimit: bis zum Alter von 26 Jahren maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Gewinne zählen nicht zum Limit. Auf Antrag ist eine individuelle Erhöhung möglich.
Andere Anbieter im Testfeld – insbesondere die ohne österreichische Bewilligung – veröffentlichen ihre Spielerschutz-Regeln nicht in vergleichbarer Tiefe. Einige, wie Wonderluck oder Bets.io, listen auf ihren Aktionsseiten zwar Werkzeuge wie Cashback und Reload-Bonus, schweigen aber zu Limits, Pausen und Sperren. Wer dort spielt, muss sich die Regeln selbst zusammensuchen – oder beim Kundendienst nachfragen.
Bargeld und Auszahlung
Bei tipp3 sind Bargeld-Einzahlungen und Bargeld-Auszahlungen über die Partnertrafiken auf 1.000 € pro Woche begrenzt. Eingezahltes Guthaben muss einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, bevor es ausgezahlt werden kann – eine Anti-Geldwäsche-Regel, die den Wettkunden zwingt, das eingezahlte Geld tatsächlich zu spielen, bevor er es zurückholen kann.
win2day schreibt Gewinne dem elektronischen Guthaben gut; wenn sie nicht innerhalb von vier Wochen beansprucht werden, verfallen sie. Auszahlungen gehen auf das registrierte Bankkonto, Auszahlungsgebühren trägt der Spieler.
Hilfe und Information
Wer sich über Spielerschutz in Österreich informieren will, findet auf Playsponsible.at eine zentrale Anlaufstelle. Für eine Sperre, die über einen einzelnen Anbieter hinausgeht, gibt es allerdings keine bundesweite Lösung.
Boni und Freiwetten: Was die Anbieter versprechen und was sie verlangen
Die Werbeaussagen der zehn Anbieter im Testfeld lesen sich zunächst ähnlich: 100 % bis zu einem bestimmten Betrag, Freiwetten obenauf, dazu Reload-Bonus, Cashback und Boosted Quoten. Die Unterschiede stecken in den Bedingungen – und die sind es, die den tatsächlichen Wert eines Bonus bestimmen.
win2day: Fünf FreeBets zu je 10 €
win2day bietet im Sportbereich fünf FreeBets zu je 10 €, also insgesamt 50 €, nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €. Die FreeBets sind drei Jahre lang nutzbar, gelten aber nur für Einzelwetten und müssen genau in Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt werden. Eine Auszahlung des FreeBet-Wertes selbst ist nicht möglich – was übrig bleibt, ist der Nettogewinn. Wer eine 10-€-FreeBet auf Quote 3,00 setzt, bekommt im Gewinnfall 20 € ausbezahlt, nicht 30 €.
Bei Wetten, die als FreeBet gespielt werden, ist die Cash-Out-Funktion von win2day deaktiviert. Wer seine Wette vorzeitig absichern will, kann das mit einer FreeBet nicht tun. Das schmälert den Wert etwas, weil eine aktive Wette mit FreeBet-Einsatz bis zum Schluss gehalten werden muss.
Der FreeBet-Wert auf einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1,90 liegt, wie oben gerechnet, bei rund 4,50 € pro 10-€-FreeBet. Für fünf FreeBets ergibt das im Schnitt rund 22,50 € an erwartetem Wert – vor allen weiteren Bedingungen.
tipp3: Wettsteuer im Gewinn
tipp3 trägt die Wettgebühr bei verlorenen Wetten selbst und zieht sie bei gewonnenen Wetten vom Gewinn ab. Auf das FreeBet-Angebot selbst geht der Vergleich hier nicht weiter ein – tipp3 veröffentlicht die konkreten Bonusbedingungen nicht in der gleichen Breite wie andere Anbieter. Für den Wettkunden zählt, dass die Quote bei tipp3 bereits die Wettgebühr eingepreist haben kann oder nicht, und dass ein Gewinn um 5 Prozent gekürzt wird.
Vierklee: 100 € Bonus ohne Details
Vierklee bewirbt für Neukunden einen Bonus von bis zu 100 €. Konkrete Bedingungen – Mindestquote, Umsatzfaktor, Frist – nennt die Infoseite nicht. Konkrete Bedingungen sind in den Promotionsbedingungen auf der Webseite gelistet. Wer bei Vierklee einen Bonus annimmt, muss diese Bedingungen im Kleingedruckten prüfen, bevor er ein Konto eröffnet. Für einen umsichtigen Wettkunden ist das ein Grund, vor der Annahme einen Blick in das Kleingedruckte zu werfen.
Starsportwetten: Bewilligung ohne Details
Starsportwetten bewirbt in der App-Beschreibung ebenfalls einen Bonus, nennt aber weder konkrete Quoten noch Umsatzanforderungen. Dazu kommt: Die Bewilligung wird zwar genannt, aber ohne Bundesland und ohne Bescheidnummer. Wer hier spielt, sollte im Impressum nachschauen, welche Bewilligung konkret gemeint ist – und ob sie überhaupt zur Sportwette passt.
Admiral und Merkur Bets
Admiral und Merkur Bets sind die beiden Marken, die in Österreich am längsten am Markt sind. Admiral gehörte zur Novomatic-Gruppe, war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert und ist heute eine fixe Größe im heimischen Wettgeschäft. Merkur Bets firmiert seit Juni 2025 unter dem neuen Namen, hervorgegangen aus dem früheren Cashpoint (Sitz in Gerasdorf bei Wien, gegründet 1996). Beide Marken arbeiten mit einer Bewilligung nach einem Landesgesetz. Welche konkreten Bonusaktionen sie derzeit anbieten, ist aus den vom Anbieter veröffentlichten Angaben nicht durchgängig dokumentiert.
Bets.io: Casino-Bonus, kein Sport-Bonus
Bets.io bewirbt einen Casino-Willkommensbonus von 225 % bis zu 1 BTC plus 225 Freispiele – das ist ein Casino-Angebot, kein Sportwetten-Angebot. Für Sportwetten verweist die Seite auf eigene Sportbedingungen, die hier nicht im Detail aufgeführt sind. Der Hinweis ist für Wettkunden wichtig: Wer bei Bets.io nach einer Gratiswette sucht, sollte auf der Aktionsseite gezielt nach dem Sportbereich filtern.
Wonderluck: Volle Liste, dünne Bedingungen
Wonderlack bewirbt im Sportbereich einen Erstattungsbonus von 100 % bis 150 €, einen wöchentlichen Reload-Bonus von 50 % bis 500 €, Cashback bis 10 % bis 500 %, Accumulator Boost und Early Payout. Fünf Aktionen, fünf Schlagworte – und keine konkreten Bedingungen. Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist: Alles offen. Wer hier zuschlägt, muss sich die Details aus den Promotionsbedingungen holen, die auf der Seite verlinkt sind.
N1 Bet: Plattform, Marke, Lizenz
N1 Bet läuft auf dem SoftSwiss Sportsbook-Modul und wurde 2021 als Sportwettenprojekt der N1 Group vorgestellt. Die Plattform wirbt mit über 10.000 Live-Ereignissen in über 70 Sportarten, mehr als 1.200 Wettmärkten, drei Arten von Freebets und fünf Quotenformaten. Lizenz ist Curaçao, eine österreichische Bewilligung gibt es nicht.
Auszahlungsquote und Marge verstehen
Jede Wette hat eine Marge – der Anteil, den der Buchmacher im Durchschnitt einbehält. Auf einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1,90 zu 1,90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 %, die Marge bei rund 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt mit 1,90 / 3,50 / 4,00 liegt die Auszahlungsquote bei rund 89 %, die Marge bei rund 11 %. Wer die Quote versteht, versteht den Preis der Wette – und der Preis variiert je nach Anbieter, Markt und Zeitpunkt.
tipp3: Wettsteuer und seriöse Standards
tipp3 ist die Marke der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien und arbeitet auf Basis einer Bewilligung der NÖ Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz. Der Bescheid stammt vom 10.12.2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020). Damit ist tipp3 einer der wenigen Anbieter, die ihre Bewilligung in voller Tiefe veröffentlichen – Bescheid und Aktenzahl sind im Impressum nachlesbar.
Was tipp3 von der Konkurrenz unterscheidet, ist weniger die Höhe der Quoten als der Umgang mit der Wettgebühr. tipp3 trägt die 5 Prozent bei verlorenen Wetten selbst und zieht sie bei gewonnenen Wetten vom Gewinn ab. Das Beispiel des Anbieters: Einsatz 10 €, Quote 2,00, Bruttogewinn 20 €, Gebühr 1 €, Auszahlung 19 €. Cash-Out-Gewinne sowie „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind von dem Abzug ausgenommen. Für Wettkunden, die auf den Nettogewinn achten, ist das ein klarer Posten.
Bei den Limits setzt tipp3 auf einen zweistufigen Ansatz: Bargeld-Einzahlungen und Bargeld-Auszahlungen über die Partnertrafiken sind auf 1.000 € pro Woche begrenzt. Eingezahltes Guthaben muss einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, bevor es ausgezahlt werden kann – das verhindert, dass das Konto als bloßes Zahlungskonto dient. Beim Spielerschutz gibt es eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten sowie eine Selbstsperre für 1, 2 oder 3 Jahre. Beide Sperren sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar. Wer sich sperrt, bleibt gesperrt.
Wer tipp3 wählt, bekommt einen Anbieter mit heimischer Bewilligung, klarer Wettgebühren-Regelung und strengen, aber nachvollziehbaren Limits. Das ist im Testfeld die solide Basis – nicht der höchste Bonus, sondern die klarste Linie.
win2day: FreeBet ohne Cash-Out
win2day betreibt Sportwetten unter derselben NÖ Bewilligung wie tipp3 – Bescheid der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020. Das Sportwettenangebot ist dabei strikt von Lotterie und Casino zu trennen: Die Sportwetten unterliegen nicht dem Glücksspielgesetz und nicht der Aufsicht des Finanzministeriums, sondern dem NÖ Wettgesetz. Win2day macht das auf der eigenen Seite explizit kenntlich.
Das FreeBet-Angebot von win2day ist im Detail eines der am besten dokumentierten im Testfeld: fünf FreeBets zu je 10 € (insgesamt 50 €) nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €, drei Jahre lang nutzbar, nur für Einzelwetten, der Einsatz muss genau dem FreeBet-Betrag entsprechen, eine Auszahlung des FreeBet-Wertes ist nicht möglich. Bei Wetten, die als FreeBet gespielt werden, ist die Cash-Out-Funktion deaktiviert.
Die Limits sind ebenfalls klar: bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Gewinne zählen nicht zum Limit. Auszahlungen gehen auf das registrierte Bankkonto, Gebühren trägt der Spieler, Gewinne müssen innerhalb von vier Wochen beansprucht werden, sonst verfallen sie.
Wer eine FreeBet will, die in den Bedingungen klar ist, ist bei win2day richtig. Wer Cash-Out gewohnt ist, muss bei der FreeBet darauf verzichten – der FreeBet-Einsatz lässt sich nicht vorzeitig aussteigen.
Vierklee: Tiroler Bewilligung, dünne Bonus-Info
Vierklee betreibt seine Wettterminals und den Online-Dienst unter einer Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0). Betreiber ist die Vierklee Wettbüro GmbH. Auf der Startseite wirbt der Anbieter mit einem Neukundenbonus von bis zu 100 € – mehr verrät die Info-Seite nicht. Konkrete Bedingungen zu Umsatz, Mindestquote oder Frist sind auf der Seite nicht zu finden.
Das ist für einen Wettkunden, der einen Bonus nachrechnet, ein blinder Fleck. Wer bei Vierklee spielt, sollte die Promotionsbedingungen vor der Annahme lesen. Im Vergleich zu win2day ist die Offenlegung der Bedingungen deutlich dünner – die heimische Bewilligung und der Standort Tirol bleiben aber ein klarer Vorteil gegenüber Anbietern ohne Bewilligung.
Wer Vierklee wählt, bekommt einen Anbieter mit Tiroler Bewilligung und einem Bonusversprechen, das erst durch die Bedingungen vollständig wird. Die Bedingungen muss der Wettkunde selbst suchen.
Starsportwetten: Bewilligung ohne Bundesland
Starsportwetten gibt in der App-Beschreibung einen Bescheid vom 8. März 2022 an, mit dem die Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erhalten hat. Welches Bundesland den Bescheid erteilt hat und welche Aktenzahl er trägt, wird allerdings nicht genannt.
Das ist bei einer Bewilligung nach einem Wettgesetz ungewöhnlich. Die anderen heimischen Anbieter im Testfeld veröffentlichen entweder das Bundesland und die Bescheidnummer oder nennen zumindest das zugrunde liegende Wettgesetz. Starsportwetten lässt diesen Teil offen und beschränkt sich auf die Aussage, „behördlich bewilligter Sportwettenanbieter“ zu sein.
Für den Wettkunden heißt das: Es liegt eine Bewilligung vor, aber die Quellenangabe ist lückenhaft. Wer prüfen will, ob die Bewilligung zum Zeitpunkt der Kontoeröffnung aktuell ist, muss beim Anbieter nachfragen oder das Impressum und die AGB auf die Bescheidnummer durchsuchen. Im Vergleich mit tipp3 und win2day fällt die Offenlegung hier deutlich ab.
Wer Starsportwetten wählt, bekommt einen Anbieter mit Bewilligung, deren genauer Anker in der Selbstdarstellung fehlt. Das ist kein Grund, die Marke zu meiden – aber ein Grund, vor der Auszahlung der ersten Gewinne genauer hinzusehen.
Admiral: Die Novomatic-Marke
Admiral Sportwetten gehört zur Novomatic-Gruppe und arbeitet mit einer Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Das Unternehmen wurde von Walter Grubmüller gegründet und war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert. Heute ist Admiral eine der sichtbarsten Marken im österreichischen Wettgeschäft, mit Annahmestellen, Wettterminals und einem Online-Angebot.
Die Stärke von Admiral liegt in der Marke und der Verbreitung. Die Schwäche liegt in der mangelnden Transparenz bei konkreten Bonusangeboten – die hier ausgewerteten Selbstangaben des Anbieters nennen weder einen konkreten Bonusbetrag noch eine Quote oder einen Umsatzfaktor. Für Wettkunden, die einen Bonus nachrechnen wollen, ist das ein blinder Fleck, der durch eigene Recherche im Wettkonto oder im Kundenservice geschlossen werden muss.
Wer Admiral wählt, bekommt eine bekannte Marke mit oberösterreichischer Bewilligung. Wer eine konkrete Gratiswette sucht, muss die Aktionsseite regelmäßig prüfen.
Merkur Bets: Aus Cashpoint wird Merkur Bets
Merkur Bets ist seit Juni 2025 der neue Name der österreichischen Sportwetten-Sparte der Merkur Group. Davor firmierte das Angebot als Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien. Die Merkur Group betreibt das Angebot unter einer heimischen Bewilligung nach einem Landeswettgesetz; welches Bundesland die Bewilligung erteilt hat, veröffentlicht der Anbieter nicht.
Die Umbenennung ist mehr als ein Marketingakt: Sie ist das Signal eines Anbieters, der sich neu positioniert und dabei den Stamm der bestehenden Wettkunden mitnimmt. Wer bisher bei Cashpoint gewettet hat, findet bei Merkur Bets denselben Markt, möglicherweise mit neuen Aktionen. Die konkreten Bonusangaben sind auf der Eigenangabe des Anbieters nicht durchgängig dokumentiert.
Wer Merkur Bets wählt, bekommt einen heimisch bewilligten Anbieter mit langer Marktpräsenz. Wer einen Bonus nachrechnen will, muss die Promotionsseite regelmäßig besuchen.
Bets.io: Krypto-Casino mit Sportwetten
Bets.io ist primär ein Krypto-Casino, das auch Sportwetten anbietet. Das Willkommensangebot auf der Startseite richtet sich mit 225 % bis 1 BTC plus 225 Freispielen klar an Casino-Spieler. Für Sportwetten verweist die Seite auf eigene Sportbedingungen. Lizenz ist Anjouan (ALSI-202410047-FI2), eine ausländische Lizenz, keine österreichische Bewilligung.
Für Wettkunden in Österreich bedeutet das: Bets.io ist erreichbar, aber nicht durch eine österreichische Behörde reguliert. Wer dort spielt, hat keinen österreichischen Ansprechpartner bei Streitigkeiten und keine österreichische Selbstsperre. Die Spielsuchenge an Paragrafen greift hier nicht. Die Wettgebühr von 5 Prozent wird zwar auch für ausländische Anbieter fällig, die mit österreichischen Kunden wetten – ob Bets.io sie korrekt abführt, ist nicht öffentlich dokumentiert.
Wer Bets.io wählt, bekommt einen Krypto-zentrierten Anbieter mit Casino-Schlagseite. Für Sportwetten ist das Angebot zweitrangig – und die fehlende heimische Bewilligung ist für vorsichtige Wettkunden ein Ausschlusskriterium.
Tipwin: MGA-Lizenz, dünne Info
Tipwin ist in Österreich mit einer App präsent, bewirbt „sichere Transaktionen“ und einen eigenen Kundenservice, nennt aber weder konkrete Zahlungsarten, Mindestbeträge oder Bonusbedingungen. Lizenz ist Malta (MGA), eine EU-Lizenz, aber keine österreichische Bewilligung.
Wer bei Tipwin einen Bonus sucht, sollte die AGB und die Aktionsseite genau lesen – und sich bewusst sein, dass eine MGA-Lizenz keine österreichische Bewilligung ersetzt.
Wer Tipwin wählt, bekommt einen MGA-lizenzierten Anbieter mit dünner Info-Basis. Für Wettkunden, die auf österreichische Regulierung Wert legen, ist das ein blinder Fleck, der Wettkunden abschrecken sollte – gerade die Wettkunden, die ihren Bonus nachrechnen wollen.
Wonderlack: Volle Aktionsliste, keine Bedingungen
Wonderlack bewirbt im Sportbereich eine ganze Liste: 100 % bis 150 € Erstattungsbonus, wöchentlicher Reload-Bonus 50 % bis 500 €, Cashback 10 % bis 500 €, Accumulator Boost und Early Payout. Fünf Aktionen, fünf Schlagworte – und keine konkreten Bedingungen. Lizenz ist Anjouan, keine österreichische Bewilligung.
Die Schlagworte klingen viel, die Substanz ist auf der Eigenangabe des Anbieters nicht sichtbar. Wer dort spielt, muss die Promotionsbedingungen lesen, die auf der Aktionsseite zu finden sind. Ohne diese Bedingungen bleibt der tatsächliche Bonuswert im Dunkeln.
Wer Wonderluck wählt, bekommt einen Anbieter ohne heimische Bewilligung mit einer langen Aktionsliste. Die Bedingungen muss der Wettkunde selbst suchen – und das ist bei einem Anbieter ohne österreichische Aufsicht ein Risiko, das bewusst eingegangen werden muss.
N1 Bet: Plattform aus Curaçao
N1 Bet läuft auf dem SoftSwiss Sportsbook-Modul und wurde 2021 als Sportwettenprojekt der N1 Group vorgestellt. Die Plattform wirbt mit über 10.000 Live-Ereignissen in über 70 Sportarten, mehr als 1.200 Wettmärkten, drei Arten von Freebets und fünf Quotenformaten. Lizenz ist Curaçao, keine österreichische Bewilligung.
Wer eine breite Wettmarkt-Abdeckung sucht, findet sie hier – aber unter einer Lizenz, die in Österreich nicht als Bewilligung zählt. Für Wettkunden, die auf österreichische Regulierung Wert legen, ist N1 Bet kein Ersatz für tipp3, win2day oder Admiral.
Wer N1 Bet wählt, bekommt einen Anbieter mit großer Wettmarkt-Tiefe unter ausländischer Lizenz. Die österreichische Bewilligung fehlt – und damit der österreichische Anker bei Streitigkeiten.
Was vom Bonus übrig bleibt: Die FreeBet auf dem Prüfstand
Die Gratiswette ist der Kern dieser Seite. Was eine FreeBet in Euro wert ist, hängt von vier Dingen ab: vom FreeBet-Betrag, von der Mindestquote, vom Markt, auf dem die FreeBet gespielt wird, und von den Bedingungen, die der Anbieter daran knüpft.
Der erwartete Wert einer FreeBet auf einem Zwei-Wege-Markt mit ausgeglichenen Quoten 1,90 zu 1,90 liegt, wie oben gerechnet, bei rund 4,50 € pro 10-€-FreeBet. Das gilt für eine FreeBet, deren Einsatz nicht zurückgezahlt wird. Bei höheren Quoten steigt der Wert, weil der Faktor (Quote − 1) ÷ Quote sich verändert; bei niedrigeren Quoten sinkt er.
Die Bedingungen schmälern den Wert weiter. Wer eine FreeBet nur auf Einzelwetten nutzen darf, kann sie nicht mit anderen FreeBets kombinieren – und wer die FreeBet innerhalb von drei Jahren nutzen muss, lässt sie möglicherweise verfallen, weil die Quote nicht passt oder das Ereignis fehlt.
Die ehrliche Rechnung einer FreeBet ist daher: Erwarteter Wert = FreeBet-Betrag × (Quote − 1) ÷ Quote × Auszahlungsquote × (1 − Wahrscheinlichkeit des Verfalls). Der letzte Faktor ist nicht messbar, weil er von der Spielfrequenz des Kunden abhängt. Wer seine FreeBets regelmäßig spielt, kommt näher an den rechnerischen Wert; wer sie verfallen lässt, verliert den vollen Betrag.
Die Schlussfolgerung aus dieser Rechnung ist einfach: Eine FreeBet ist ein Rabatt auf den Einsatz, kein Geschenk. Wer den Wert nachrechnet, sieht die Aktion mit anderen Augen.
Häufige Fragen zu Gratiswetten in Österreich
Was genau ist eine Gratiswette und wird der Einsatz mit dem Gewinn ausgezahlt?
Eine Gratiswette ist ein Wettguthaben, das der Anbieter dem Kunden für eine bestimmte Aktion zur Verfügung stellt. Der Einsatz wird im Gewinnfall in der Regel nicht zurückgezahlt – wer eine 10-€-FreeBet auf Quote 3,00 setzt, bekommt 20 € ausgezahlt, nicht 30 €. Das ist der zentrale Unterschied zur Echtgeld-Wette. Bei win2day etwa gilt: fünf FreeBets zu je 10 €, nur für Einzelwetten, der Einsatz wird im Gewinnfall nicht zurückgezahlt, die FreeBet selbst sind nicht auszahlbar.
Gibt es eine Gratiswette ohne Einzahlung, oder ist immer eine Mindesteinzahlung nötig?
Die meisten Anbieter im Testfeld knüpfen ihre Gratiswette an eine Mindesteinzahlung – bei win2day sind es mindestens 1 € für fünf FreeBets. Reine Gratiswetten ohne Einzahlung sind selten und in der Regel an strengere Bedingungen geknüpft (niedrigere FreeBet-Beträge, höhere Mindestquoten, kürzere Fristen). Wer eine Gratiswette ohne Einzahlung sucht, sollte die Bedingungen genau lesen – oft ist die „gratis“-Wette über eine Einzahlung wirtschaftlicher.
Welche Bedingungen gehören typischerweise zu einer Freiwette?
Eine Freiwette trägt in der Regel eine Mindestquote (häufig 1,50 bis 2,00), eine Frist (von wenigen Tagen bis zu mehreren Jahren), eine Einsatzregel (etwa: nur Einzelwette, nicht Systemwette), und manchmal eine Wettart-Beschränkung (nicht für Livewetten, nicht für Kombiwetten). Bei win2day ist die FreeBet drei Jahre nutzbar, nur für Einzelwetten, muss genau in Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt werden. Bei Boomerang-Bet (im internationalen Vergleich) liegt die Mindestquote bei 1,50 und die Frist bei 30 Tagen.
Wie wird der mögliche Gewinn aus Quote und Einsatz berechnet?
Bruttogewinn = Einsatz × Quote, Nettogewinn = Einsatz × (Quote − 1). Bei einer 10-€-Wette auf Quote 2,50 sind das 25 € Bruttogewinn und 15 € Nettogewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Auswahlen zur Gesamtquote, der Einsatz wird mit dieser Gesamtquote multipliziert. Für eine FreeBet gilt dieselbe Rechnung mit dem FreeBet-Betrag als Einsatz – allerdings wird der Einsatz im Gewinnfall nicht zurückgezahlt.
Kann eine Freiwette für Systemwetten oder zusammen mit Cashout genutzt werden?
Das hängt vom Anbieter ab. win2day schließt Systemwetten für FreeBets aus und deaktiviert die Cash-Out-Funktion bei FreeBet-Wetten. Andere Anbieter erlauben Systemwetten mit FreeBets, schließen aber Cash-Out aus. Wer auf Systemwetten oder Cash-Out angewiesen ist, sollte die Promotionsbedingungen des jeweiligen Anbieters prüfen – die Einschränkungen sind oft nur im Kleingedruckten zu finden.
Ist ein Wettbonus gesetzlich geregelt, oder gelten die Bedingungen des Anbieters?
In Österreich gibt es keine bundesweite gesetzliche Regelung für Sportwetten-Boni. Weder der Gesetzgeber noch eine Behörde schreibt vor, wie hoch ein Bonus sein darf, welche Mindestquote gelten muss oder welche Fristen einzuhalten sind. Was ein Anbieter anbietet, regelt der Anbieter selbst in seinen Promotionsbedingungen. Das gilt für heimisch bewilligte Anbieter ebenso wie für Anbieter ohne österreichische Bewilligung. Wer einen Bonus annimmt, schließt einen privatrechtlichen Vertrag mit dem Anbieter und ist an dessen Bedingungen gebunden.
Was darf in welchem Bundesland gewettet werden?
In Wien sind Wetten auf sportliche Ereignisse zulässig; Wetten auf politische Ereignisse oder Fernsehshows sind als Regel nicht zulässig. In Oberösterreich ist die Livewette nur auf numerische Zwischen- oder Endergebnisse sowie auf „Wer schießt als Nächstes“ erlaubt. In Niederösterreich ist die genaue Livewetten-Regelung derzeit nicht öffentlich dokumentiert. Wer in Österreich live wettet, sollte daher das Wettgesetz seines Bundeslandes kennen – oder zumindest das Impressum seines Buchmachers lesen.
Einsatzlimits sind ebenfalls bundesländerweise verschieden. Oberösterreich und Niederösterreich setzen die Obergrenze bei 500 € pro Wette; in Wien gilt an Automaten ohne Counter 50 € pro Wette. Für Online-Wetten ist die Sache weniger eindeutig – die genannten Limits gelten für die stationäre Annahmestelle, nicht zwingend für die Online-Plattform.
Bonus – Beste Sportwetten-Boni
Inhalt erstellt vom Team «Beste Sportwetten-Boni»
