Online auf Radsport wetten in Österreich
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Wer in Österreich auf Radsport wetten will, bewegt sich in einem Markt ohne nationale Lizenz und ohne zentrale Aufsicht. Jedes Bundesland vergibt seine eigene Bewilligung nach dem jeweiligen Wettgesetz, die 5 % Wettgebühr trifft seit dem 1. April 2025 jeden Einsatz, und auf Etappen, Trikots und Gesamtsieg einer dreiwöchigen Rundfahrt bieten zehn Anbieter teils sehr unterschiedliche Quotierungen. Dieser Überblick ordnet das Angebot nach österreichischer Bewilligungslage, zeigt, welche Rennen und Wettarten im Programm stehen, und erklärt, wie sich Quote, Einsatz und Wettgebühr zur tatsächlichen Auszahlung verhalten.

*Datenstand: 6. November 2026 · Geprüft gegen die Wettordnungen der Anbieter und die geltenden Wettgesetze der Bundesländer.*
Die zehn Anbieter im Überblick
Die folgende Tabelle ordnet die zehn Anbieter nach ihrer Bewilligungslage in Österreich. Marken mit einer Land-Bewilligung stehen in der oberen Hälfte; Anbieter ohne österreichische Bewilligung in der unteren. Welcher Anbieter für wen passt, hängt davon ab, ob die österreichische Selbstsperre greifen soll, wie wichtig einem die Seriosität der heimischen Aufsicht ist und welche Wettarten man tatsächlich nutzt.
| Anbieter | Bewilligung in Österreich | Betreiber / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| tipp3 | Bewilligung der NÖ Landesregierung nach NÖ Wettgesetz (10.12.2020) | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H., Wien |
| win2day | Bewilligung der NÖ Landesregierung nach NÖ Wettgesetz (10.12.2020); nur Sportwetten | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH |
| Admiral | Bewilligung der OÖ Landesregierung nach Oö. Wettgesetz | ADMIRAL Sportwetten GmbH, Gumpoldskirchen |
| Merkur Bets | Bewilligung eines Bundeslandes (Land nicht ausgewiesen) | Merkur Group, vormals Cashpoint, Gerasdorf bei Wien |
| Starsportwetten | Bewilligung eines Bundeslandes (Land nicht ausgewiesen) | Star Sportwetten GmbH |
| Vierklee | Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0) | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Jack | Keine österreichische Bewilligung | Data Link Digital B.V., Curaçao (OGL/2024/1562/1139) |
| 22Bet | Keine österreichische Bewilligung | Lizenz aus Curaçao |
| Dragonia | Keine österreichische Bewilligung | Lizenz aus Anjouan |
| bwin | Keine österreichische Bewilligung | MGA/CRP/688/2019 (Malta) |
Was die Spalte „Bewilligung“ in der Praxis bedeutet: Wer bei tipp3, win2day, Admiral, Merkur Bets, Starsportwetten oder Vierklee wettet, schließt seinen Wettschein bei einem Anbieter ab, der von einer Landesbehörde geprüft wurde, der Wettkundenkarte und Spielerschutz nach den jeweiligen Land-Regeln anbietet und der seine Quoten in einem Markt bildet, der der österreichischen Wettgebühr unterliegt. Wer bei Jack, 22Bet, Dragonia oder bwin wettet, schließt bei einem Anbieter ab, der eine Lizenz aus einem Drittstaat mitbringt, dessen Serverstandort die Anwendung des österreichischen Wettgesetzes nach der jüngsten Verwaltungsgerichtshof-Judikatur fraglich erscheinen lässt, und der keine österreichische Selbstsperre führt.
Worauf die Tabelle nicht antwortet
Die Tabelle nennt die Bewilligungslage, nicht die Qualität der Wettangebote. Admiral und Merkur Bets bringen lange Erfahrung aus dem heimischen Markt mit; tipp3 und win2day sind eng mit dem österreichischen Glücksspiel-Ökosystem verknüpft; Vierklee sitzt in Tirol mit einer vergleichsweise engen regionalen Verwurzelung; Starsportwetten gehört zu den neueren Marken. Die vier Anbieter ohne österreichische Bewilligung decken tendenziell ein breiteres Sportprogramm ab, mitunter zu Quoten, die knapper an der Marge kalkuliert sind. Welche Mischung für welchen Wettkunden die richtige ist, hängt am Ende davon ab, welche Wetten er tatsächlich platziert.
Grundlagen: Was beim Radsport gewettet wird
Radsport ist mehr als die Tour de France. Zum Radsport zählen Straßenradsport, Bahnradsport, Mountainbikesport, Cyclocross und BMX-Rennsport sowie Kunstradfahren, Radball und Radpolo. Wer auf Radsport wettet, hat es in der Regel mit drei Formaten zu tun: Eintagesrennen, Etappenrennen und Wertungen innerhalb einer Rundfahrt.

Eintagesrennen sind die Klassiker. Dazu gehören Lüttich–Bastogne–Lüttich (seit 1892), Paris–Roubaix (seit 1896) und Mailand–San Remo (seit 1907), allesamt Eintagesrennen von mehr als 200 Kilometern, die zusammen mit Flandern-Rundfahrt und weiteren Rennen die fünf „Monumente“ des Radsports bilden. Bei Eintagesrennen wird in der Regel auf den Sieger gewettet, manchmal auf Podestplätze oder Head-to-Head-Duelle zwischen zwei Fahrern.
Etappenrennen sind die Grand Tours. Die Tour de France im Juli, der Giro d’Italia im Mai und die Vuelta a España im September sind die einzigen Straßenrennen, die drei Wochen lang dauern dürfen. Bei einer Grand Tour wird nicht nur auf den Gesamtsieger gewettet, sondern auch auf den Etappensieger jeder einzelnen Etappe. Die Tour de France umfasst meist zwanzig Etappen nach dem Grand Départ, angetreten von 21 bis 22 Profimannschaften, darunter 18 UCI WorldTeams, mit jeweils acht Fahrern seit 2018 (zuvor neun).
Wertungen sind die dritte Ebene. Bei der Tour de France stehen vier Trikots im Mittelpunkt: das Gelbe Trikot für den Gesamtsieger (eingeführt 1919 von Desgrange), das Gepunktete für die Bergwertung, das Grüne für die Punktewertung und das Weiße für die Nachwuchswertung unter 25 Jahren. Erik Zabel gewann das Grüne Trikot sechsmal. Auf all diese Wertungen wird gewettet, ebenso auf Head-to-Head-Duelle zwischen zwei Fahrern innerhalb einer Etappe oder Rundfahrt.
Welche Wettarten ein Anbieter im Programm hat, entscheidet sich an seinem Wettangebot. Bei der Tour de France 2025 etwa listete win2day Siegerwetten auf den Gesamtsieger, Etappensieger für jede der 21 Etappen, Trikotwetten auf Berg-, Grün- und Weißes Trikot, Head-to-Head-Duelle und Livewetten während der Etappen. Das ist das Grundmuster, an dem sich die meisten Anbieter orientieren.
Die Grand Tours und ihre Sieger
Bei den Grand Tours entscheidet sich, welche Langzeitwette den Wettkunden über drei Wochen begleitet. Die Tour de France ist das älteste Etappenrennen, erstmals ausgetragen am 1. Juli 1903 in Montgeron bei Paris, seit 1992 veranstaltet von der Amaury Sport Organisation. Rekordsieger mit je fünf Gesamtsiegen sind Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar. Pogačar siegte 2020, 2021 und dann von 2024 bis 2026. Wer auf den Gesamtsieg setzt, wettet auf den Fahrer, der nach der letzten Etappe die geringste Gesamtzeit aufweist.
Der Giro d’Italia folgt im Mai, die Vuelta a España im September, wobei die Vuelta seit Mitte der 1990er-Jahre vom Frühjahr in den Herbst verschoben wurde. Die UCI WorldTour wird seit 2011 vom Weltverband UCI veranstaltet und ist die Nachfolgeserie der UCI ProTour; sie umfasst 36 Rennen der höchsten Kategorie.
Für österreichische Wettkunden hat das Thema Grand Tour im Jahr 2026 eine eigene Note: Felix Gall wurde bei der Vuelta 2026 Gesamtdritter, 2:44 Minuten hinter Sieger Enric Mas, und war damit der erste Österreicher auf dem Podium einer Vuelta. Zuvor war er beim Giro 2026 Zweiter geworden. Vor Gall stand mit Adolf Christian (Dritter der Tour de France 1957) nur ein weiterer Österreicher auf dem Podium einer Grand Tour. Bei derselben Vuelta schied Tadej Pogačar auf der achten Etappe nach einem Sturz aus. Was das für künftige Wetten bedeutet: Wer auf österreichische Fahrer setzt, hat 2026 erstmals seit langem einen Podiumsanwärter im Feld; wer auf die Dominatoren der letzten Jahre setzt, muss Ausstiege einkalkulieren, und Stürze sind im Radsport Teil des Geschäfts.
Wie Quote und Einsatz zur Auszahlung werden
Die Grundrechnung einer Sportwette ist einfach. Bei einer Quote von 2,50 und einem Einsatz von 10 € ergibt sich eine Brutto-Auszahlung von 25 €, also ein Nettogewinn von 15 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Tipps: Drei Tipps zu 1,80, 2,10 und 1,95 ergeben eine Kombiquote von rund 7,37, bei 10 € Einsatz also 73,70 € Brutto-Auszahlung.
Diese Rechnung hat zwei Haken. Erstens die Marge des Anbieters. Eine Wette wird nicht zu fairen Quoten angeboten, sondern zu Quoten, die bereits einen Abschlag enthalten, die so genannte Marge oder das, was im Markt als „Quotenschlüssel“ bezeichnet wird. Der Quotenschlüssel eines Marktes ist die Auszahlungsquote über alle möglichen Ausgänge, berechnet als 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quote_n). Die Marge ist 100 % minus den Quotenschlüssel. Macht der Anbieter bei einem Zwei-Wege-Markt beide Seiten mit 1,90 an, ergibt sich ein Quotenschlüssel von 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,9500, also 95,0 %. Die Marge dieses Marktes liegt damit bei 5,0 % – in der Regel irgendwo zwischen 4 und 6 %, je nach Anbieter und Rennkategorie. Wer auf Radsport wettet, achtet auf die Marge dort, wo es sich lohnt: bei großen Rundfahrten und bei den prominenten Eintagesrennen, wo der Anbieter mit Volumen rechnet und entsprechend knapper kalkuliert, lohnt der Quotenvergleich; bei kleineren Rennen ist die Marge typischerweise höher.
Zweitens die Wettgebühr. Seit dem 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Gebühr von 5 %, geregelt in § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung von BGBl. I Nr. 7/2025. Die Wettgebühr ist vom Wetteinsatz zu entrichten, sie ist die Pflicht dessen, der die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt, also des Buchmachers, nicht des Spielers. Wie der Anbieter die Gebühr weitergibt, ist seine Entscheidung: tipp3 etwa trägt nach eigenen Angaben die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst und zieht bei gewonnenen Wetten 5 % vom Gewinn ab. Bei einem Nettogewinn von 15 € aus 10 € Einsatz zu Quote 2,50 wäre dann der tatsächliche Gewinn 15 € minus 0,75 € = 14,25 €. Andere Anbieter kalkulieren die Gebühr bereits in die Quote ein. Wer genau wissen will, was am Ende übrig bleibt, liest die Wettordnung oder die Hilfe-Seite des Anbieters.
Radsport live wetten
Livewetten während der Etappen sind ein eigenes Thema. Bei Eintagesrennen ist der Markt schmal, weil sich die Rennsituation schnell ändert; bei Etappen läuft das Rennen drei Wochen lang, und die Anbieter bieten Livequoten auf Etappensieger, Head-to-Head-Duelle und gelegentlich auf das nächste Trikot an.
Die rechtliche Lage zu Livewetten ist Ländersache. Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich auf ein numerisches Zwischen- oder Endergebnis oder auf den nächsten Torschützen. Für Niederösterreich ist die aktuelle Livewetten-Regel nicht abschließend dokumentiert; wer in NÖ wettet, prüft die Wettordnung des Anbieters, an dem er spielt. Eine österreichweite Aussage „Livewetten sind erlaubt“ oder „Livewetten sind verboten“ lässt sich aus den Land-Regeln nicht ableiten.
Stake-Caps unterscheiden sich ebenfalls. Oberösterreich und Niederösterreich setzen 500 € pro Wette als Obergrenze, Wien 50 € pro Wette an Terminals ohne Bedienung. Was online an welchem Standort gilt, hängt am Standort des Anbieter-Servers, bestätigt durch die jüngste VwGH-Rechtsprechung (Ra 2025/02/0037, 9. April 2026). Für Spieler, die höhere Einsätze platzieren wollen, ist die Frage des Server-Standorts deshalb nicht eine technische, sondern eine, die über die rechtliche Einordnung der Wette entscheidet.
Verantwortungsvolles Wetten und Spielerschutz
Radsportwetten sind Sportwetten, in Österreich keine Lotterie und kein Glücksspiel nach dem GSpG. Das hat eine Konsequenz: Es gibt kein bundesweites Spielersperrregister und kein bundesweites Einzahlungslimit für Sportwetten. Die Reformpläne im Glücksspielreformgesetz 2026 betreffen das GSpG, also Lotterien und Casinos, nicht die klassische Sportwette.
Was bleibt, ist der Spielerschutz jedes Anbieters. tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten, das Guthaben bleibt im Konto, sowie eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren, deren Restguthaben auf das verknüpfte Bankkonto ausgezahlt wird. Beide Sperren sind nach dem Start nicht aufhebbar. win2day setzt ein wöchentliches Einzahlungslimit von 250 € für Spieler bis 26 Jahre (Freitag bis Donnerstag) und ein monatliches Limit von 1.680 € ab 26 Jahren, auf Antrag individuell erhöhbar; Gewinne zählen nicht zum Limit.
Die Altersgrenze für Sportwetten liegt bei 18 Jahren, in Wien und Oberösterreich gesetzlich verankert, bei anderen Anbietern als Teil der AGB. Wer sich für eine Selbstsperre entscheidet, sperrt sich nur bei dem Anbieter, bei dem er sie beantragt. Eine Sperre bei tipp3 gilt nicht bei win2day und nicht bei Admiral; wer auf mehreren Plattformen spielt, muss bei jeder einzelnen sperren. Wer bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung spielt, hat keine österreichische Sperre als Anker – der Anbieter mag eigene Tools anbieten, die österreichische Aufsicht erreicht ihn nicht.
Hilfe bei problematischem Spielverhalten bietet die Anlaufstelle des österreichischen Marktes, playsponsible.at.
Die Rechtslage: Was die Wettgesetze der Länder regeln
Sportwetten sind in Österreich Ländersache. Der Verwaltungsgerichtshof hat am 2. Juli 2015 (Ro 2015/16/0019) festgestellt, dass die klassische Sportwette kein Glücksspiel im Sinne des Bundesgesetzes ist; die Bundesfinanzbehörden folgen dieser Linie. Daraus ergibt sich: keine Konzession nach dem GSpG, keine bundesweite Liste lizenzierter Anbieter, keine einheitliche Aufsicht. Was es gibt, sind neun Landeswettgesetze, jedes mit eigener Bewilligungsbehörde.

Das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020) ist die Grundlage für tipp3 und für den Sportwetten-Teil von win2day, jeweils bewilligt mit Bescheid vom 10. Dezember 2020 unter der Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020. Das Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016) regelt die Bewilligung in Wien, das Oö. Wettgesetz jene in Oberösterreich, wo Admiral seine Bewilligung hält. Das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz ist die Grundlage für die Vierklee-Bewilligung (Zl. IIa.10.065/144-0).
Was gewettet werden darf, hängt ebenfalls am Land. Sportereignisse sind in Wien zugelassen, Wetten auf Politik oder TV-Shows in der Regel nicht, so die Auffassung des BMF. Wetten auf virtuelle oder aufgezeichnete Rennen gelten als Glücksspiel und können nicht von einem Land lizenziert werden. Wer „Virtual Cycling“ im Programm findet, wettet kein Sportereignis, sondern ein Glücksspielprodukt. Über die Zulässigkeit von Esports-Wetten besteht keine gesicherte Rechtsauffassung; wer darauf wettet, bewegt sich außerhalb der gesicherten Linie.
Für Anbieter ohne österreichische Bewilligung gilt: Sie haben eine Lizenz aus einem Drittstaat, üblicherweise Malta, Curaçao oder Anjouan, sind aber in Österreich nicht registriert. Die jüngste VwGH-Entscheidung (9. April 2026, Ra 2025/02/0037) hat den Server-Standort als Anknüpfungspunkt für das Oö. Wettgesetz bestätigt. Das bedeutet in der Praxis: Anbieter, deren Datenverarbeitung in einem anderen Land stattfindet, fallen möglicherweise nicht in den Geltungsbereich des österreichischen Wettgesetzes. Das ist kein Freibrief, aber es bedeutet, dass die österreichische Aufsicht diese Anbieter nicht prüft, keine österreichische Selbstsperre greift und kein österreichisches Einzahlungslimit gilt. Wer dort spielt, spielt außerhalb des österreichischen Rahmens.
Bußgelder für Betreiber ohne Land-Bewilligung gibt es: Wien bis 22.000 €, Oberösterreich bis 20.000 €. Für den Wettkunden, der bei einem ausländischen Anbieter spielt, ist kein Bußgeld dokumentiert. Die Frage, ob Verluste aus unerlaubtem Glücksspiel zurückgefordert werden können, ist für Casinos und Poker gerichtlich geklärt, für Sportwetten gibt es keine vergleichbare Rechtsprechung. Wer auf „Rückforderung“ spekuliert, baut auf eine Annahme, die das Recht bisher nicht trägt.
Anbieter mit österreichischer Bewilligung
Die folgenden sechs Anbieter halten eine Land-Bewilligung in Österreich. Sie sind die erste Adresse für Wettkunden, denen die österreichische Aufsicht, die Spielerschutz-Tools nach Land-Recht und die Wettgebühr-Integration über den heimischen Markt wichtig sind.
tipp3
tipp3 ist die Sportwetten-Marke der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien, bewilligt von der NÖ Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz mit Bescheid vom 10. Dezember 2020 (IVW1-Wett-47/001-2020). Die Marke gehört zu den etablierten Namen im österreichischen Markt und ist eng mit dem heimischen Wettsystem verknüpft.
Das Radsport-Angebot umfasst die gängigen Wettarten: Siegerwette auf den Gesamtsieger einer Grand Tour, Etappensieger auf jede Etappe, Trikotwertungen, Head-to-Head-Duelle und Livewetten während der Etappen. Bei der Wettgebühr geht tipp3 einen klaren Weg: Bei verlorenen Wetten trägt der Anbieter die 5 % selbst, bei gewonnenen Wetten werden 5 % vom Gewinn abgezogen, wie die Hilfe-Seite des Anbieters es beschreibt. Ein 15-€-Gewinn aus 10 € Einsatz zu Quote 2,50 landet damit real bei 14,25 €.
Der Spielerschutz ist dokumentiert: tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten, das Guthaben bleibt im Konto, sowie eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren, deren Restguthaben ausgezahlt wird. Beide Sperren sind nach dem Start nicht aufhebbar. Für Wettkunden, die einen klaren österreichischen Rahmen, dokumentierte Spielerschutz-Tools und die Trennung von Wettgewinn und Wettgebühr suchen, ist tipp3 eine der ruhigsten Adressen im Markt.
win2day
win2day ist die Sportwetten-Marke der Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH, bewilligt von der NÖ Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz mit Bescheid vom 10. Dezember 2020 (IVW1-Wett-47/001-2020), wie die Wettordnung es ausweist. Wichtig zu verstehen: Die Sportwetten von win2day sind keine Lotterie und kein Glücksspiel nach dem GSpG; sie sind Sportwetten unter dem Land-Recht. Die Lotterie- und Casino-Spiele von win2day dagegen laufen unter der bundesweiten GSpG-Konzession. Die beiden Bereiche sind getrennt zu betrachten.
Beim Radsport ist win2day breit aufgestellt: Siegerwette, Etappensiegerwette für jede der 21 Etappen, Trikotwetten (Bergtrikot, Grünes Trikot, Weißes Trikot für Fahrer unter 25), Head-to-Head-Duelle und Livewetten während der Etappen. Bei der Tour de France 2025 listete win2day diese Wettarten im eigenen Tour-de-France-Bereich. Auch eine Tour-de-France-Wettseite des Anbieters bewarb den Österreicher Felix Gall als „Geheimfavoriten“ (Achter der Tour 2023, Ziel Top-10-Platzierung), was sich 2026 mit dem dritten Platz bei der Vuelta und dem zweiten Platz beim Giro eindrucksvoll bestätigte.
Beim Spielerschutz setzt win2day konkrete Limits: 250 € pro Woche für Spieler unter 26 Jahren (Freitag bis Donnerstag), 1.680 € pro Kalendermonat ab 26 Jahren, auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit. Für jüngere Wettkunden ist win2day damit einer der wenigen Anbieter mit einem klaren Wochenlimit, das nicht durch Boni umgangen werden kann.
Admiral
Admiral gehört zu den ältesten Sportwetten-Marken Österreichs. Die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen war Teil der Novomatic-Gruppe, gegründet von Walter Grubmüller und von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert. Die Bewilligung ist im Oö. Wettgesetz verankert, erteilt von der OÖ Landesregierung.
Admiral betreibt ein dichtes Netz an Wettannahmestellen und Terminals in Oberösterreich und darüber hinaus, dazu das Online-Angebot. Wer in Österreich klassisch in der Trafik oder am Wettterminal wettet, kennt Admiral in der Regel aus dieser Ecke. Das Radsport-Programm folgt den Grand Tours und den wichtigen Eintagesrennen. Für Wettkunden, die Wettschein und Online-Konto bei derselben Marke führen wollen, ist Admiral eine der erprobten Adressen.
Merkur Bets
Merkur Bets ist die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group, ehemals Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien, gegründet 1996 und seit Juni 2025 unter der neuen Marke aktiv. Die Bewilligungslage wird vom Anbieter ausgewiesen, ohne dass das jeweilige Bundesland und der Bescheid auf der öffentlichen Seite eindeutig benannt sind. Für Wettkunden, die auf österreichische Marken mit langer Geschichte setzen, ist Merkur Bets der logische Nachfolger von Cashpoint.
Das Sportprogramm folgt den Standards der heimischen Anbieter: Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und weitere Disziplinen, dazu Radsport im Saisonkalender. Wer die alte Cashpoint-Plattform kannte, findet bei Merkur Bets den Übergang mit den bekannten Wettarten und der heimischen Bewilligung als Anker.
Starsportwetten
Starsportwetten wird von der Star Sportwetten GmbH betrieben und ist im österreichischen Markt mit einer Land-Bewilligung aktiv, ohne dass das jeweilige Bundesland und der Bescheid auf der öffentlichen Seite eindeutig benannt sind. Das Sportangebot ist nach App-Beschreibung breit: Fußball, Eishockey, Basketball, Tennis, Handball, American Football, Baseball, Volleyball, Rugby und Darts, über 200 Fußballligen aus mehr als 80 Ländern, bis zu 10.000 Live-Spiele pro Monat.
Radsport ist im Programm; im Vergleich zu den etablierten Radsport-Spezialisten wie tipp3 oder win2day dürfte Starsportwetten die Rennen der WorldTour und die Grand Tours anbieten, ohne eigene Radsport-Schwerpunkte zu setzen. Für Wettkunden, die Radsport als Teil eines breiten Sportprogramms sehen und nicht als eigenen Schwerpunkt, ist Starsportwetten eine plausible Adresse innerhalb des österreichischen Bewilligungsrahmens.
Vierklee
Vierklee ist die regionalste Marke in der oberen Hälfte der Tabelle. Die Vierklee Wettbüro GmbH ist nach dem Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz von der Tiroler Landesregierung bewilligt, Bescheid-Zl. IIa.10.065/144-0. Anwendbare Rechtsvorschrift ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz.
Vierklee ist in Westösterreich verankert, mit Wettannahmestellen in Tirol und darüber hinaus. Das Online-Angebot bedient Wettkunden, die eine tiroler Bewilligung als Anker suchen. Radsport ist im Programm, wobei Vierklee im Vergleich zu den großen nationalen Marken ein schmaleres Angebot haben dürfte. Wer Tiroler Bewilligung und regionale Verankerung schätzt, findet hier eine klare Adresse.
Anbieter ohne österreichische Bewilligung
Die folgenden vier Anbieter halten keine österreichische Bewilligung, sondern Lizenzen aus Drittstaaten. Ihre Position ist rechtlich umstritten: Die Anwendung des österreichischen Wettgesetzes hängt am Server-Standort des Anbieters, bestätigt durch die VwGH-Judikatur, und ist im Einzelfall zu prüfen. Sie sind hier aufgeführt, weil österreichische Wettkunden ihnen im Alltag begegnen.
Jack
Jack wird von Data Link Digital B.V. betrieben, einer in Curaçao eingetragenen Gesellschaft (Firmennummer 164124), lizenziert von der Curaçao Gaming Authority unter OGL/2024/1562/1139, ausgestellt am 15. Mai 2026. Es liegt keine österreichische Land-Bewilligung vor.
Jack ist als Marke auf Casino- und Sportwetten ausgerichtet, mit breitem Spielportfolio und einem Sportwetten-Programm, das auch Radsport abdeckt. Die Curaçao-Lizenz ist keine österreichische Lizenz; die österreichische Aufsicht erreicht den Anbieter nicht, und eine Selbstsperre in Österreich hat keine Wirkung auf das Kundenkonto bei Jack. Wer dort spielt, bewegt sich außerhalb des österreichischen Bewilligungsrahmens.
22Bet
22Bet wird von einem Betreiber mit Lizenz aus Curaçao geführt, ohne österreichische Land-Bewilligung. Das Sportangebot reicht von Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey über Cricket, Snooker, Curling und Formel 1 bis zu Sonderwetten, Live-Wetten, virtuellem Sport und E-Sport. Radsport ist Teil des Programms, mit der Reichweite eines internationalen Anbieters.
Wer 22Bet nutzt, hat typischerweise ein breiteres Wettprogramm als bei vielen österreichischen Marken, mehr Märkte pro Spiel, tendenziell mehr Livewetten. Was fehlt, ist die österreichische Anbindung: keine Land-Bewilligung, keine österreichische Selbstsperre, keine österreichische Wettgebühr-Integration im selben Rahmen. Die Wettgebühr von 5 % greift zwar auch bei Wetten aus Österreich auf ausländische Anbieter, die Frage ist, ob der Anbieter sie abführt.
Dragonia
Dragonia ist ein Anbieter mit Lizenz aus Anjouan, ohne österreichische Land-Bewilligung. Der Sport-Willkommensbonus ist mit 100 % der ersten Einzahlung bis 100 €, mindestens 20 € Einzahlung, angegeben; für Spieler aus Österreich, Deutschland, Finnland, Norwegen und der Schweiz ist der Höchstbonus mit 200 € ausgewiesen. Welche konkreten Bonusbedingungen für österreichische Spieler gelten, ist in den Bedingungen des Anbieters nachzulesen.
Auch bei Dragonia ist Radsport im Programm, mit der Reichweite eines internationalen Anbieters. Die rechtliche Position folgt dem Muster der anderen drei Anbieter ohne österreichische Bewilligung: ausländische Lizenz, kein österreichischer Anker, Frage der Wettgebühr und der Anwendbarkeit des Wettgesetzes im Einzelfall zu prüfen.
bwin
bwin ist die etablierteste Marke unter den Anbietern ohne österreichische Bewilligung. Die Marke gehört zur Entain-Gruppe, lizenziert unter MGA/CRP/688/2019 in Malta. Es liegt keine österreichische Land-Bewilligung vor.
bwin ist für das breite Sportprogramm bekannt und für die bwin-App, dazu für Features wie den „Konfigurator“ – eine Wette aus mindestens zwei Teilwetten innerhalb eines einzelnen Ereignisses, deren Quote sich nach dem Zusammenhang der Teilwetten richtet, nur für ausgewählte Sportarten verfügbar, nicht für „Wette bearbeiten“ zugelassen, und wird eine Teilwette ungültig, ist die gesamte Konfigurator-Wette ungültig. Radsport ist im Programm, mit der internationalen Reichweite eines Anbieters, der auch in vielen anderen Märkten aktiv ist. Die Malta-Lizenz ist keine österreichische Lizenz; der österreichische Rahmen greift nicht in derselben Weise wie bei tipp3, win2day oder Admiral.
Was die österreichische Wettgebühr in der Praxis bedeutet
Die Wettgebühr von 5 % auf den Wetteinsatz ist seit dem 1. April 2025 in Kraft, geregelt durch § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung von BGBl. I Nr. 7/2025. Davor lag der Satz seit dem 1. Oktober 2005 bei 2 %; die Anhebung auf 5 % ist die größte Änderung seit zwei Jahrzehnten. Die Pflicht trifft den Buchmacher, nicht den Spieler; der Bundesfinanzgerichtshof hat am 12. Mai 2026 (RV/7100519/2026) eine Beschwerde eines Buchmachers gegen die Erhebung der 5 % zurückgewiesen.
Wie sich die Gebühr beim Spieler bemerkbar macht, hängt am Anbieter. Drei Modelle sind im Markt zu beobachten: Der Anbieter kalkuliert die 5 % in die Quote ein und informiert nicht weiter; der Anbieter trägt die Gebühr bei verlorenen Wetten und zieht sie bei gewonnenen Wetten vom Gewinn ab (das tipp3-Modell); oder der Anbieter zieht die Gebühr vom Einsatz ab, sodass der effektive Einsatz sinkt. Welche Variante gilt, steht in der Wettordnung oder in den FAQ des Anbieters. Wer den Nettoerlös einer Wette berechnen will, rechnet Einsatz mal (Quote minus 1) und zieht dann, falls zutreffend, 5 % vom Gewinn ab. Bei 100 € Einsatz zu Quote 3,00 sind das 300 € Brutto-Auszahlung, 200 € Gewinn, nach Abzug 190 € realer Gewinn.
Wer die Wettgebühr mit der Steuer auf Wettgewinne in anderen Ländern verwechselt, liegt falsch. Die österreichische Wettgebühr ist eine Stempelgebühr auf den Einsatz, sie wird vom Anbieter abgeführt, und sie betrifft jede Wette – Einzelwette, Kombiwette, Livewette, Langzeitwette gleichermaßen. Eine Wettsteuer auf den Gewinn gibt es in Österreich nicht; allgemeine Aussagen zur Besteuerung von Wettgewinnen privater Spieler sind über die Lohnsteuerregelung hinaus nicht eindeutig, die Auskunft gibt das Finanzamt oder ein Steuerberater.
Tipps für Radsport-Wetten in Österreich
Eine Wette auf Radsport steht und fällt mit zwei Dingen: der Quote und dem Renngeschehen. Die Quote spiegelt die Wahrscheinlichkeit, die der Anbieter einem Fahrer oder einem Szenario beimisst, abzüglich seiner Marge. Das Renngeschehen ist unberechenbar, und Stürze, Ausstiege und Defekte gehören zum Geschäft.
Wer auf den Gesamtsieger einer Grand Tour setzt, wettet auf den Fahrer mit der größten Konstanz über drei Wochen: nicht den stärksten Zeitfahrer allein, nicht den besten Kletterer allein, sondern den, der in beiden Disziplinen und in den chaotischen Etappen dazwischen am wenigsten Zeit verliert. Pogačar und seine fünf Gesamtsiege stehen für dieses Modell; Felix Galls dritter Platz bei der Vuelta 2026 und sein zweiter Platz beim Giro 2026 stehen für den österreichischen Anteil an dieser Konstanz.
Wer auf eine Etappe wettet, setzt auf das Teilstück eines Tages und kann das Szenario besser eingrenzen: Bergetappe, Flachetappe, Zeitfahren, Übergangsetappe. Die Quote auf den Etappensieger einer Bergetappe ist im Vorfeld oft eng, weil die Kletterer im Feld klar identifizierbar sind; die Quote auf einen Ausreißersieg in einer Übergangsetappe ist weiter, weil das Feld der plausiblen Sieger größer ist. Beide Quoten haben ihre Berechtigung, aber die Marge ist im offenen Markt höher.
Wer Head-to-Head wettet, vergleicht zwei Fahrer, nicht das ganze Feld. Die Quote richtet sich nach den Profilen der beiden Fahrer und nach der Etappe oder Rundfahrt, in der sie verglichen werden. Das ist die Wettart, mit der man als informierter Zuschauer am ehesten einen Vorteil hat, weil die Wahrscheinlichkeitsunterschiede zwischen zwei Fahrern leichter einzuschätzen sind als über ein ganzes Feld.
Wer live wettet, achtet auf das, was gerade auf dem Bildschirm passiert. Eine Ausreißergruppe von vier Fahrern 90 Sekunden vor dem Feld, ein Sturz im Hauptfeld, ein Seitenwind auf den letzten 30 Kilometern – das sind die Momente, in denen die Livequote sich bewegt. Schnelle Wetten haben oft schlechtere Quoten als die Vorfeldquote, aber sie erlauben es, auf die Rennsituation zu reagieren.
Was am Ende zählt, ist die Disziplin. Wer Radsport als Wettmarkt betritt, sollte sich auf wenige Rennen konzentrieren und die Streckenprofile kennen: die Alpenetappen der Tour, die Schotter-Sektoren von Paris–Roubaix, die Bergetappen des Giro mit ihren langen Steigungen. Wer die Strecke kennt, liest die Quoten anders als jemand, der nur die Startliste sieht.
Häufige Fragen
Wie wird auf Radsport gewettet?
Auf Radsport wird üblicherweise auf den Gesamtsieger, den Etappensieger, die Trikotwertungen (Berg, Punkte, Nachwuchs) und auf Head-to-Head-Duelle zwischen zwei Fahrern gewettet. Bei Grand Tours wie Tour de France, Giro d’Italia und Vuelta a España decken die Anbieter in der Regel alle drei Wochen Etappen ab. Bei Eintagesrennen wie Mailand–San Remo oder Paris–Roubaix steht die Siegerwette im Vordergrund. Livewetten während der Etappen ergänzen das Angebot, ihre Zulässigkeit hängt am jeweiligen Wettgesetz des Bundeslandes, in dem der Anbieter bewilligt ist.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Langzeitwette?
Eine Langzeitwette auf den Gesamtsieger einer Rundfahrt wird zur Quote des Zeitpunkts der Wettabgabe abgeschlossen, nicht zur Startquote. Brutto-Auszahlung ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn ist Einsatz mal (Quote minus 1). Bei einem Ausstieg nach Sturz gilt die Wette als verloren, sofern der Anbieter keine spezielle Regelung anbietet; in der Regel ist der Wettschein verloren, sobald der Fahrer aussteigt. Die Wettgebühr von 5 % auf den Einsatz ist vom Buchmacher zu tragen, die meisten Anbieter kalkulieren sie in die Quote ein oder ziehen sie vom Gewinn ab. Die tatsächliche Auszahlung hängt davon ab, wie der Anbieter die Wettgebühr weitergibt.
Welche Grenzen setzen die Wettgesetze für Livewetten?
Die Wettgesetze der Bundesländer regeln Livewetten unterschiedlich. Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich auf ein numerisches Zwischen- oder Endergebnis oder auf den nächsten Torschützen. Stake-Caps unterscheiden sich ebenfalls: 500 € pro Wette in Oberösterreich und Niederösterreich, 50 € pro Wette an Terminals ohne Bedienung in Wien. Welche Regel online am Standort des Spielers gilt, hängt am Server-Standort des Anbieters, bestätigt durch die jüngste VwGH-Rechtsprechung.
Wer trägt die Wettgebühr von 5 %?
Die Wettgebühr von 5 % auf den Wetteinsatz ist nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung von BGBl. I Nr. 7/2025 die Pflicht des Buchmachers, nicht des Spielers. Der Bundesfinanzgerichtshof hat am 12. Mai 2026 die Erhebung der Gebühr bestätigt. Wie der Anbieter die Gebühr weitergibt, ist seine Entscheidung: Manche Anbieter kalkulieren sie in die Quote ein, andere tragen sie bei verlorenen Wetten und ziehen sie bei gewonnenen Wetten vom Gewinn ab, wieder andere ziehen sie vom Einsatz ab. Die Wettordnung des Anbieters gibt Auskunft.
Wer erteilt die Bewilligung für Sportwetten in Österreich?
In Österreich gibt es keine nationale Bewilligung für Sportwetten; zuständig sind die Landesregierungen der neun Bundesländer nach dem jeweiligen Wettgesetz. tipp3 und der Sportwetten-Teil von win2day halten eine Bewilligung der NÖ Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020, Bescheid vom 10. Dezember 2020). Admiral ist nach dem Oö. Wettgesetz von der OÖ Landesregierung bewilligt, Vierklee nach dem Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz von der Tiroler Landesregierung. Eine zentrale Liste lizenzierter Anbieter existiert nicht; die Bewilligung wird auf der Webseite des Anbieters im Impressum oder in der Wettordnung ausgewiesen.
Welche Rolle spielen Streckenprofil und Teamstärke bei der Quote?
Streckenprofil und Teamstärke sind die zwei größten Hebel bei der Quotenbildung. Ein Fahrer in einem starken Team, das die Etappe kontrolliert, bekommt eine niedrigere Quote als ein gleich starker Fahrer in einem schwachen Team, weil die Wahrscheinlichkeit eines Etappensiegs im Feld der Konkurrenten höher ist. Ein Fahrer mit Stärke im Hochgebirge bekommt auf einer Bergetappe eine niedrigere Quote als auf einer Flachetappe. Die Marge des Anbieters liegt über allen Quoten und beträgt bei Radsportmärkten typischerweise zwischen 4 und 6 %, in kleineren Märkten höher. Wer Quoten vergleicht, vergleicht nicht die absoluten Zahlen, sondern die impliziten Wahrscheinlichkeiten nach Abzug der Marge.
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Inhalt erstellt vom Team «Beste Sportwetten-Boni»
