Wo kann man in Österreich auf Motorsport wetten, und was kostet es?

Updated November 2026
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Stand: 6. November 2026 · geprüft gegen die Wettordnung der genannten Anbieter und die Land-Wettgesetze.

Eine Rennstrecke im Morgennebel, leere Gerade mit Randsteinen, Reifenstapeln und Leitplanken, keine Fahrzeuge im Bild.
Auf win2day Sportwetten werden Einzelwetten, Kombiwetten und Langzeitwetten sowie Livewetten angeboten; als Sportarten nennt die Seite Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1.

Wer in Österreich auf Formel 1, MotoGP oder Tourenwagen setzen will, steht vor einer ungewöhnlichen Lage: Es gibt keine nationale Lizenz und keine nationale Behörde, die Sportwetten überwacht. Jedes Bundesland vergibt seine eigene Bewilligung, die Wettgebühr von 5 % zahlt der Anbieter, und der Wettkunde entscheidet selbst, ob ihm ein Anbieter mit Landbewilligung reicht oder ob er bei einem internationalen Buchmacher ohne österreichische Bewilligung spielt. Die folgenden Abschnitte vergleichen zehn Anbieter nach Quoten, Wettangebot und Serien und erklären, was eine Wette wirklich kostet.

Die besten Anbieter für Motorsport-Wetten in Österreich 2026

Die folgende Tabelle zeigt, welche der zehn verglichenen Anbieter eine österreichische Landbewilligung nachweisen und welche nicht. Wer eine Wette bei einem Anbieter ohne Landbewilligung platziert, sollte wissen, dass keine österreichische Behörde das Produkt beaufsichtigt, kein österreichisches Selbstsperresystem greift und Streitfälle nicht über eine österreichische Stelle laufen.

Ein Helm ohne Aufdruck steht auf einem Metalltisch in einer Werkstatt, daneben ein Schraubenschlüssel im Licht einer Lampe.
Seit dem 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Gebühr von 5 Prozent.
Anbieter Österreichische Bewilligung Betreiber und berichtete Lizenz
tipp3 Landbewilligung Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. (Wien), NÖ Wettgesetz
win2day Landbewilligung Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH, NÖ Wettgesetz (nur Sportwetten)
Admiral Landbewilligung ADMIRAL Sportwetten GmbH (Gumpoldskirchen), Oö. Wettgesetz
Merkur Bets Landbewilligung Merkur Group, Land und Bescheid nicht veröffentlicht
Vierklee Landbewilligung Vierklee Wettbüro GmbH, Tiroler Landesregierung
Starsportwetten Landbewilligung Star Sportwetten GmbH, Land und Bescheid nicht veröffentlicht
20Bet ohne österreichische Bewilligung nicht festgestellt
bet-at-home ohne österreichische Bewilligung Bet-at-home.com Holding Ltd. (Mosta, Malta), MGA
Sportingbet ohne österreichische Bewilligung MGA/CRP/688/2019
Wildsino ohne österreichische Bewilligung nicht festgestellt

Sechs Anbieter führen eine Landbewilligung, vier nicht. Für Wettkunden, denen die österreichische Aufsicht wichtig ist, grenzt das die Auswahl bereits ein; wer mehr Märkte und höhere Limits sucht, findet sie eher bei den Marken ohne Bewilligung, akzeptiert dafür aber den Wegfall jedes nationalen Schutzes.

Was Motorsport-Wetten in Österreich ausmacht

Motorsport ist kein einheitlicher Markt, sondern ein Bündel aus sehr unterschiedlichen Serien. Formel 1, MotoGP und die Formel E fahren Punkt-für-Punkt-Meisterschaften über eine festgelegte Anzahl von Rennwochenenden aus. Tourenwagenserien wie die DTM oder die WRC arbeiten mit ähnlichen Punktesystemen, aber anderen Streckenformaten. NASCAR setzt auf Ovalrennen mit anderen Überholmustern, und Langstreckenrennen wie das 24-Stunden-Rennen in Le Mans werden als eigenständige Events gewettet, nicht als Teil einer Jahreswertung.

Diese Unterscheidung ist für die Wette entscheidend, weil das Wettangebot je nach Serie unterschiedlich aussieht. Bei der Formel 1 stehen Siegwetten, Podiumswetten, Wetten auf die schnellste Runde und Head-to-Head-Duelle zwischen Teamkollegen im Vordergrund. Bei der MotoGP sind die Märkte ähnlich, aber die Anzahl der verfügbaren Buchmacher ist kleiner. Bei der DTM gibt es teilweise nur Siegwetten, weil das Starterfeld überschaubar bleibt. Bei Langstreckenrennen wiederum verschiebt sich der Fokus auf Klassenwertungen innerhalb eines Rennens.

Ein Wettkunde, der mit der Formel 1 anfängt, lernt eine Quote schnell als das, was sie ist: das Vielfache des Einsatzes, das ein erfolgreicher Tipp auszahlt. Bei einer Quote von 1,90 auf einen Fahrer und einem Einsatz von 20 € bedeutet das: Im Erfolgsfall gibt es 20 € × 1,90 = 38 € zurück, der Nettogewinn sind 18 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Tipps zu einer Gesamtquote. Diese Mechanik gilt in jedem Bundesland, bei jedem Anbieter und für jede Sportart gleich.

Wie die Quote entsteht: Marge und Auszahlungsschlüssel

Jede Wettquote enthält eine Marge des Anbieters. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit den Quoten 1,90 und 1,90 ergibt sich der Auszahlungsschlüssel aus 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,95, also 95 %. Der Anbieter behält 5 % der insgesamt gesetzten Einsätze als Marge. Bei 1,85 und 1,85 sinkt der Auszahlungsschlüssel auf etwa 92,7 %, bei 1,80 und 1,80 auf etwa 90,5 %. Die Marge ist der Preis, den der Wettkunde für die Möglichkeit zahlt, überhaupt wetten zu können.

Für einen typischen Drei-Wege-Markt (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) mit Quoten 2,20 / 3,40 / 3,50 ergibt sich ein Auszahlungsschlüssel von 1 ÷ (1/2,20 + 1/3,40 + 1/3,50) ≈ 0,92, also rund 92 %. Die Marge liegt bei etwa 8 %. In der Praxis schwanken die Margen je nach Anbieter, Sportart und Markt: Große Buchmacher mit hohem Wettvolumen arbeiten oft mit Margen zwischen 3 % und 5 % bei Top-Märkten, kleinere Anbieter und exotischere Märkte liegen höher.

Diese Spanne – üblicherweise 3 % bis 8 % bei den meisten seriösen Anbietern – entscheidet darüber, wie viel vom Einsatz im Schnitt zurückfließt. Wer über ein Jahr hinweg viele Wetten platziert, verliert im Mittel genau diese Marge. Das ist kein Argument gegen Wetten, aber es ist die Zahl, die jeder Vergleich von Angeboten zuerst nennen sollte.

Rechtslage: Warum es keine nationale Lizenz gibt

In Österreich ist Sportwetten kein Glücksspiel im Sinn des Glücksspielgesetzes (GSpG). Das hat der Verwaltungsgerichtshof schon 2015 festgestellt, und es gilt bis heute. Die Folge: Es gibt keine Bundeslizenz, keinen nationalen Regulierer, keine nationale Liste zugelassener Anbieter und kein bundesweites Selbstsperregister. Wer Sportwetten anbieten will, braucht eine Bewilligung des Bundeslandes, in dem er den Wettbetrieb durchführt.

Ein Schreibtisch mit Füllfeder und geschlossenem Notizbuch vor einem regennassen Fenster, die Szene ist ruhig und ohne lesbaren Text.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020).

Die neun Bundesländer haben dafür eigene Wettgesetze. Niederösterreich regelt das im NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), die zuständige Behörde ist die NÖ Landesregierung. Wien hat das Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016) mit dem Magistrat als Bewilligungsbehörde. Oberösterreich vergibt Bewilligungen nach dem Oö. Wettgesetz, Tirol nach dem Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. tipp3 nennt im Impressum eine Bewilligung der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020; win2day beruft sich auf dieselbe Behörde für den Sportwetten-Teil seines Angebots. Admiral beruft sich auf das Oö. Wettgesetz, Vierklee auf eine Bewilligung der Tiroler Landesregierung. Für die anderen Anbieter ist die Landbewilligung in den Quellen, die dieser Vergleich heranzieht, nicht im Detail belegt, weshalb die Tabelle sie nur als „Landbewilligung, Land und Bescheid nicht veröffentlicht“ führt.

Für Online-Wetten ist die Lage zusätzlich kompliziert. Die Landgesetze binden die Bewilligung an den Ort, von dem aus der Anbieter die Daten bereitstellt. Ein Anbieter, dessen Server in einem anderen Bundesland oder im Ausland steht, fällt nach Auffassung des VwGH aus dem Geltungsbereich des jeweiligen Landgesetzes heraus. Genau das nutzen internationale Anbieter wie 20Bet, bet-at-home, Sportingbet oder Wildsino: Sie sitzen in Malta, Gibraltar, Curaçao oder anderswo und berufen sich auf ihre dortige Lizenz.

Diese Lizenzen (MGA, Gibraltar, Curaçao) sind keine österreichischen Lizenzen. Sie sind in Österreich weder verboten noch ausdrücklich erlaubt. Die Rechtslage ist umstritten und wird politisch diskutiert, ohne dass es eine höchstgerichtliche Klärung für den Wettkunden selbst gibt. Konkret bedeutet das: Wer bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung wettet, hat keine österreichische Stelle, an die er sich bei Streit wenden kann, und keine österreichische Selbstsperre, die ihn schützt.

Die Wettgebühr von 5 %: Wer zahlt sie wirklich

Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich einer Wettgebühr von 5 %. Davor lag der Satz bei 2 %, und die Erhöhung ist im Gebührengesetz (§ 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG, geändert durch BGBl. I Nr. 7/2025) geregelt. Schuldner der Gebühr ist der Anbieter, nicht der Wettkunde, und sie fällt auch auf Wetten an, die aus Österreich bei im Ausland sitzenden Anbietern platziert werden.

Die Frage, wie der Anbieter die Gebühr an den Wettkunden weitergibt, ist Sache des Anbieters. tipp3 etwa gibt an, die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 % des Gewinns abzuziehen. Andere Anbieter bauen die Gebühr in die Quoten ein, sodass der Auszahlungsschlüssel niedriger ausfällt. Welche Variante gewählt wird, sollte der Wettkunde den Geschäftsbedingungen des Anbieters entnehmen. Eine pauschale Aussage „die Gebühr zahlt der Anbieter“ ist juristisch korrekt, aber praktisch unvollständig.

Der Bundesfinanzhof hat im Mai 2026 die Beschwerde eines Anbieters gegen die 5-%-Regelung abgewiesen. Die Gebühr ist damit bestandskräftig, und ihre Höhe steht nicht mehr zur Diskussion. Für Wettkunden bedeutet das: Der Wettumsatz wird durch die Gebühr belastet, auch wenn der Anbieter sie offiziell selbst trägt.

Spielerschutz und Limits: Was der Anbieter regelt, was das Land regelt

Eine bundesweite Einzahlungsgrenze für Sportwetten gibt es in Österreich nicht. Eine Selbstsperre ist ebenfalls nicht einheitlich geregelt. Beides hängt vom Anbieter ab, und die Unterschiede sind erheblich. win2day zum Beispiel nennt ein Einzahlungslimit von 250 € pro Woche für Wettkunden unter 26 Jahren und 1.680 € pro Kalendermonat ab 26 Jahren, auf Antrag individuell erhöhbar; Gewinne zählen nicht zum Limit. Andere Anbieter haben eigene Limits, manche werben mit deutlich höheren Beträgen, manche schweigen zu ihren Limits.

tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten (das Guthaben bleibt im Konto) und eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren (das Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen). Beide Sperren sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar. Das ist eine harte Linie, die der Anbieter bewusst setzt, um den Ausstieg aus einer Sperre zu erschweren.

Für Anbieter ohne österreichische Bewilligung gilt: Die österreichischen Sperrsysteme greifen dort nicht. Wer sich bei einem österreichischen Anbieter selbst sperrt, ist bei einem internationalen Anbieter nicht gesperrt. Wer umgekehrt beim internationalen Anbieter spielt, hat keine österreichische Stelle, die ihm helfen kann, wenn er sich selbst sperren will oder die Anbieterlimits überschreiten möchte.

Staatliche Hilfe für Spieler mit Problemen bietet playsponsible.at. Die Anlaufstelle ist unabhängig vom Anbieter und richtet sich an alle, die Fragen zum Spielverhalten haben, unabhängig davon, wo sie wetten. Die Kontaktdaten stehen auf der Website des Anbieters und auf der Seite von playsponsible.at.

Welche Serien und Märkte die Anbieter abdecken

Das Motorsport-Angebot der österreichischen Anbieter fällt schmaler aus als das Fußball- oder Tennis-Angebot. win2day nennt auf seiner Sportwetten-Seite Formel 1 als eine von fünf angebotenen Sportarten, neben Fußball, Eishockey, Tennis und Handball. Die Merkur-Bets-App bewirbt Formel 1 und Olympia als Teil ihres Angebots. 22bet führt Formel 1 in einer Liste mit über 30 Sportarten. Bei den meisten anderen Anbietern ist Motorsport Teil eines größeren Portfolios, ohne dass die Formel 1 oder MotoGP eine prominente Stellung einnimmt.

Die typischen Märkte bei Formel-1-Wetten sind der Sieger eines Rennens, das Podium (Top 3), die schnellste Runde, die Anzahl der Fahrer im Ziel und Head-to-Head-Duelle. Bei der MotoGP ähneln die Märkte. Bei NASCAR und IndyCar hängt das Angebot stark vom Buchmacher ab; einige internationale Anbieter decken beide Serien ab, österreichische Landbewilligungs-Anbieter nur in Ausnahmefällen. Langstreckenrennen (Le Mans, Daytona, Nürburgring 24) werden meistens als Einzelevents außerhalb einer Meisterschaft gewettet, oft nur bei den großen internationalen Buchmachern.

Wer auf Formel 1 setzen will, findet bei tipp3, win2day, Admiral, Merkur Bets und einigen internationalen Anbietern zumindest die Siegwette und das Podium. Wer auf MotoGP, NASCAR, IndyCar oder Formel E setzen will, hat bei österreichischen Landbewilligungs-Anbietern oft eine deutlich kleinere Auswahl und wechselt eher zu internationalen Anbietern. Wer auf eine bestimmte Klasse der WRC oder der DTM wettet, landet fast immer bei einem Anbieter, der Motorsport als eigene Kategorie pflegt und nicht nur als Anhängsel des Fußballangebots.

Anbieter im Vergleich: Was die zehn Anbieter für Motorsport bieten

Die folgenden Abschnitte beschreiben die zehn Anbieter aus der Tabelle einzeln. Jeder Block nennt die Bewilligungslage, das Motorsport-Angebot und einen Punkt, der bei der Auswahl den Unterschied macht.

tipp3

tipp3 ist die Sportwettensparte der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft mit Sitz in Wien. Das Unternehmen beruft sich auf eine Bewilligung der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020 und unterliegt damit dem NÖ Wettgesetz. Die Wettgebühr von 5 % trägt tipp3 eigenen Angaben zufolge bei verlorenen Wetten selbst und zieht sie bei gewonnenen Wetten vom Gewinn ab. Das ist ein transparenter Umgang mit der Steuer, der den Wettkunden nicht im Unklaren lässt. Die Selbstsperre ist hart: 1 bis 3 Jahre, nicht aufhebbar. Für Motorsport-Wetten bietet tipp3 Quoten auf Formel 1 und andere Serien, das Angebot ist allerdings nicht auf Motorsport fokussiert. Wer Wert auf österreichische Aufsicht und klare Gebührenregeln legt, ist hier richtig.

win2day

win2day ist die Sportwettenmarke der Österreichischen Lotterien. Für den Sportwetten-Teil beruft sich das Unternehmen auf eine Bewilligung der NÖ Landesregierung; die Lotterie- und Casino-Anteile laufen unter der bundesweiten GSpG-Konzession, also einem anderen Regime. Das Einzahlungslimit ist gestaffelt: unter 26 Jahren 250 € pro Woche, ab 26 Jahren 1.680 € pro Kalendermonat. Für junge Wettkunden ist die Wochengrenze spürbar, für ältere reicht das Monatslimit für die meisten Freizeitspieler. Das Motorsport-Angebot umfasst Formel 1 als eine von fünf beworbenen Sportarten, dazu Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten sowie Livewetten. Die Verbindung zur österreichischen Lotterie macht win2day zu einer Marke, die auch für Wettkunden interessant ist, die einen Anbieter mit klarer Konzessionstradition suchen.

Admiral

Admiral gehört zur Novomatic-Gruppe und war unter dem Namen ADMIRAL Sportwetten GmbH an der Wiener Börse notiert. Heute ist die Marke fest in der österreichischen Sportwetten-Landschaft verankert und beruft sich auf eine Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Das Filialnetz ist breit, die Online-Präsenz ergänzt das stationäre Angebot. Für Motorsport-Wetten gilt: Admiral führt die üblichen Märkte, ist aber kein Anbieter, der sich auf den Motorsport spezialisiert hat. Die Stärke liegt im heimischen Komplettpaket, nicht in einer breiten Motorsport-Tiefe.

Merkur Bets

Merkur Bets ist seit Juni 2025 der neue Name der österreichischen Sportwetten-Sparte der Merkur Group, die zuvor unter Cashpoint Sportwetten aufgetreten ist. Das Unternehmen nennt eine Landbewilligung, ohne das Land oder den Bescheid im Detail zu veröffentlichen. Die Merkur-Bets-App bewirbt Formel 1 und Olympia als Teil ihres Angebots und stellt Cashout, Einzel-, Kombi-, System- und Mehrwegwetten bereit. Für Wettkunden, die zwischen Filiale und App wechseln, ist die Marke interessant, weil sie das stationäre und das digitale Angebot verbindet. Motorsport ist Teil des Portfolios, aber nicht der Schwerpunkt.

Vierklee

Vierklee ist ein Tiroler Anbieter, der im Impressum eine Buchmacherlizenz der Tiroler Landesregierung nennt, Aktenzeichen IIa.10.065/144-0. Das anwendbare Recht ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Für Motorsport-Wetten gilt: Das Angebot ist da, aber es ist nicht das, womit Vierklee wirbt. Die Stärke der Marke liegt in der regionalen Verankerung und in der Tatsache, dass die Bewilligung transparent belegt ist. Wer in Tirol wettet oder einen Anbieter mit klar dokumentierter Landbewilligung sucht, wird hier fündig.

Starsportwetten

Starsportwetten nennt eine Landbewilligung, ohne das Bundesland oder den Bescheid offenzulegen. Das Sportwettenangebot ist breit: über 200 Fußballligen aus mehr als 80 Ländern, dazu Eishockey, Basketball, Tennis, Handball, American Football, Baseball, Volleyball, Rugby, Darts und bis zu 10.000 Live-Spiele pro Monat. Motorsport ist Teil des Angebots, ohne in der Werbung besonders hervorgehoben zu werden. Für Wettkunden, die ein großes Sportangebot mit österreichischer Bewilligung suchen, ist Starsportwetten eine Alternative zu den etablierten Marken.

20Bet

20Bet sitzt nicht in Österreich und beruft sich auch nicht auf eine österreichische Landbewilligung. Das Angebot umfasst Fußball, Basketball, Tennis und eSports mit tausenden Ereignissen täglich, dazu Live-Chat-Support rund um die Uhr. Für Motorsport-Wetten gilt: 20Bet deckt die großen Serien ab, oft mit konkurrenzfähigen Quoten und einer breiten Marktpalette. Wer einen internationalen Anbieter mit guter Quote sucht und auf den österreichischen Schutzrahmen verzichten kann, findet hier ein umfangreiches Wettprogramm. Der Verzicht auf den österreichischen Rahmen ist der Preis für die größere Auswahl.

bet-at-home

bet-at-home ist eine Marke der Bet-at-home.com Holding Ltd. in Mosta, Malta, und beruft sich auf eine maltesische Lizenz. Eine österreichische Landbewilligung ist nicht belegt. Das Angebot umfasst klassische Sportarten und ein breites Wettprogramm, das Motorsport einschließt. Die Marke ist in Österreich bekannt, weil sie über Jahre hinweg Sportmarketing betrieben hat. Für Wettkunden bedeutet die Nutzung: keine österreichische Aufsicht über das Produkt, keine österreichische Selbstsperre, dafür oft ein Quotenniveau, das mit den internationalen Top-Anbietern mithält.

Sportingbet

Sportingbet nennt eine maltesische Lizenz (MGA/CRP/688/2019) und keine österreichische Landbewilligung. Das Angebot hebt sich durch Funktionen wie Cash Out, Early Payout und einen Wettkonfigurator hervor, der mindestens zwei Auswahlen innerhalb eines Ereignisses kombiniert. Motorsport ist Teil des Portfolios, oft mit Pre-Match- und Livewetten. Für Wettkunden, die ein funktionsreiches Wettprogramm suchen und auf den österreichischen Rahmen verzichten, ist Sportingbet eine ernsthafte Option.

Wildsino

Wildsino ist ein internationaler Anbieter ohne österreichische Landbewilligung, dessen Lizenz in den Quellen, die dieser Vergleich heranzieht, nicht eindeutig festzustellen ist. Das Angebot umfasst Fußball, Tennis, Tischtennis, Basketball, Eishockey, American Football, Baseball, Handball, Volleyball, Livewetten, virtuelle Sportarten und eSports (Dota 2, League of Legends, Counter-Strike). Motorsport ist Teil des Angebots, ohne dass die Marke in diesem Bereich besonders hervorsticht. Die Seite ist auf Deutsch verfügbar, das Mindestalter liegt bei 18 Jahren. Für Wettkunden, die einen internationalen Anbieter mit breitem Sportangebot suchen, ist Wildsino eine Option, die mit der gleichen Vorsicht zu betrachten ist wie andere Marken ohne österreichische Bewilligung.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Die Auswahl eines Anbieters hängt davon ab, was der Wettkunde sucht. Wer auf den Schutz des österreichischen Rechtsrahmens Wert legt, wählt einen Anbieter mit Landbewilligung, akzeptiert dafür das im Vergleich kleinere Motorsport-Angebot. Wer eine breitere Motorsport-Abdeckung sucht und bereit ist, auf den österreichischen Rahmen zu verzichten, findet sie eher bei internationalen Anbietern.

Wer hohe Limits braucht, etwa für eine Kombiwette mit größeren Einsätzen, stößt bei österreichischen Anbietern schneller an Grenzen. Das Wettgesetz mancher Bundesländer setzt Einsatzgrenzen (etwa 500 € pro Wette in Oberösterreich und Niederösterreich, 50 € pro Wette an terminal ohne Schalter in Wien). Internationale Anbieter haben diese Grenzen nicht zwingend, weil das österreichische Landrecht für sie nicht greift. Wer auf eine Livewette während des Rennens setzen will, sollte wissen, dass die Regeln dazu je nach Bundesland unterschiedlich sind und nicht jeder Anbieter das volle Live-Programm anbietet.

Wer auf einen konkreten Motorsport-Markt setzen will, prüft am besten vor der Anmeldung, ob der Anbieter die Serie und die Wettart im Programm hat. Bei Formel 1 ist die Verfügbarkeit in der Regel gut. Bei MotoGP, IndyCar, NASCAR oder WRC fällt das Angebot deutlich kleiner aus, und manche österreichische Anbieter führen diese Serien gar nicht.

Häufige Fragen zu Motorsport-Wetten in Österreich

Welche Rennserien kann ich in Österreich wetten, und was unterscheidet Formel, Motorrad und Tourenwagen?

Formel 1, MotoGP, Formel E, DTM, WRC und NASCAR sind die Serien, die bei den meisten Anbietern im Programm stehen. Formel 1 und MotoGP fahren Weltmeisterschaften über eine Saison, DTM und WRC arbeiten mit ähnlichen Punktesystemen auf anderen Streckenformaten, NASCAR ist Ovalrennen-spezifisch. Die Wettmärkte unterscheiden sich: Bei Formel 1 sind Siegwette, Podium, schnellste Runde und Head-to-Head üblich, bei MotoGP ähnlich, bei NASCAR und IndyCar oft nur Siegwette.

Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote?

Der Rückzahlungsbetrag ist Einsatz × Quote. Bei einer Quote von 1,90 und einem Einsatz von 20 € beträgt die Rückzahlung 38 €. Der Nettogewinn ist 38 € − 20 € = 18 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zu einer Gesamtquote, die dann mit dem Einsatz multipliziert wird.

Wer vergibt die Bewilligung für Sportwetten in Österreich, und gibt es eine nationale Liste?

Die Bewilligung wird vom jeweiligen Bundesland vergeben: NÖ Wettgesetz mit der NÖ Landesregierung als Behörde, Wiener Wettengesetz mit dem Magistrat, Oö. Wettgesetz mit der OÖ Landesregierung, Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz mit der Tiroler Landesregierung, und so weiter für jedes Bundesland. Eine nationale Liste zugelassener Anbieter gibt es nicht. Wer prüfen will, ob ein Anbieter eine österreichische Bewilligung hat, schaut ins Impressum der Anbieterwebsite oder in die Wettordnung.

Was passiert mit meiner Wette, wenn ein Rennen abgebrochen oder verschoben wird?

Das hängt von den Regeln des Anbieters ab. Die meisten Buchmacher werten ein Rennen nach den Regeln des jeweiligen Motorsport-Verbandes, also FIA für Formel 1 und WRC, FIM für die Motorrad-Weltmeisterschaften. Wird ein Rennen abgebrochen und nicht neu gestartet, gilt in der Regel das Teilergebnis zum Zeitpunkt des Abbruchs, sofern eine bestimmte Rundenzahl erreicht wurde. Wird ein Rennen verschoben, läuft die Wette in der Regel mit dem neuen Termin weiter. Die genauen Regeln stehen in der Wettordnung des Anbieters.

Wer trägt die 5-%-Wettgebühr: der Anbieter oder der Wettkunde?

Schuldner der Wettgebühr ist der Anbieter. tipp3 gibt an, die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 % des Gewinns abzuziehen. Andere Anbieter können die Gebühr in die Quoten einbauen, sodass der Auszahlungsschlüssel sinkt. Wie der Anbieter die Gebühr weitergibt, steht in seinen Geschäftsbedingungen.

Welche Einzahlungslimits und Sperren gelten, und sind sie bundesweit vorgeschrieben?

Eine bundesweite Einzahlungsgrenze für Sportwetten gibt es in Österreich nicht. win2day nennt ein wöchentliches Limit von 250 € bis zum Alter von 26 Jahren und ein monatliches Limit von 1.680 € ab 26 Jahren. tipp3 bietet eine Spielpause von 1 bis 6 Monaten und eine Selbstsperre von 1 bis 3 Jahren, beide nicht aufhebbar. Andere Anbieter setzen eigene Limits. Eine nationale Selbstsperre für Sportwetten existiert nicht; wer sich bei einem österreichischen Anbieter sperrt, ist bei einem anderen Anbieter ohne Landbewilligung nicht gesperrt.

Inhalt erstellt vom Team «Beste Sportwetten-Boni»